Mit der fortwährend steigenden Anzahl an mobilen Endgeräten wächst auch weiterhin der Bedarf an mobil-tauglichen Versionen von Webseiten und mobilen Applikationen. Schlagwörter wie Responsive Design, Single-Page Applikationen und Mobile First sind dazu bereits länger in aller Munde. Mit über 60 Prozent hat der Traffic über mobile Endgeräte (Smartphones und Tablets) jenen über klassische Desktops bereits längst überholt. Folglich ist die Optimierung bestehender Inhalte und Layouts für mobile Endgeräte eine immanente Herausforderung, die man gerade mit dem anstehenden Update des Google Suchalgorithmus nicht mehr länger hinauszögern sollte.

Mobile First – die Hintergründe für das Google Mobile Update

Der „Mobile First“ Ansatz schwirrt schon seit geraumer Zeit in der Blogosphäre herum. Wie der Name schon verrät, geht es hier um den Grundgedanken, Webseitendesigns ausgehend von mobilen Endgeräten zu planen und sich dann schrittweise in Richtung hochauflösenden Desktop zu begeben. Folglich wird hier im Gegensatz zum klassischen Designverfahren zuerst für Smartphones, Phablets, (…), Tablets und schließlich den altbewährten Desktop geplant und umgesetzt.

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Quelle: http://designshack.net/articles/css/mobilefirst/

Mit diesem Bottom-up Ansatz werden Designer und Contentverantwortliche zeitgleich auch gezwungen, sich auf die wesentlichen Inhaltselemente zu konzentrieren, um so den zur Verfügung stehenden Platz optimal auszunutzen. Die Zeiten überquellender Auflösungen und großzügig gestalteter Leerbereiche klassischer Webseitendesigns stehen daher zwangsweise im Widerspruch zum Mobile First Designansatz, um allen Zielgeräten gleichermaßen entsprechen zu können. Luke Wroblewski, seines Zeichens Autor des bekannten Buches Mobile First bringt es mit der folgenden Aussage auf den Punkt:

 Designing for mobile first forces you to embrace these contraints to develop an eleganz mobile-appropriate solution. But the benefits go well beyond mobile. Small screen sizes force you to prioritize what really matters to your customers and business.

Statt gegen den vermeintlichen Platzmangel auf mobilen Endgeräten anzukämpfen, sollte man den Fokus auf die essentiellen Inhalte und Bedienelemente legen um die Seite so benutzerfreundlich, übersichtlich und optisch ansprechend zu gestalten. Basierend auf dieser Annahme wird im Mobile First Ansatz, beginnend mit der kleinsten Auflösung bis hin zum Desktop, versucht eine reduzierte Designlösung für alle Bildschirmgrößen zu finden. Parallel dazu gewinnt auch Usability zunehmend an Bedeutung um mobilen Benutzern die Möglichkeiten zu bieten, effizient und vor allem auch konsistent durch Seiten navigieren zu können. Kurze Klickpfade, klar definierte Klickbereiche sowie die generelle Reduzierung auf die wesentlichen Inhaltselemente sollen die Usability für mobile Endanwender entsprechend sicherstellen.

Abseits der funktionalen Aspekte mobil-optimierter Layouts spielen auch nicht-funktionale Faktoren eine wesentliche Rolle, allen voran die Ladezeit. Nicht neu ist die damit verbundene Tatsache, dass lange Ladezeiten ein wesentlicher Faktor für hohe Absprungraten sind. Mobil-taugliche Webseiten werden nicht nur rein nach ihrem Aussehen beurteilt.

Google Mobile Update – was ändert sich mit 21.4.2015?

Quelle: http://varganet.ca/2014/04/05/what-makes-a-website-and-business-great/

Google geht ab 21. April 2015 mit dem neuesten Update seines Suchmaschinen Algorithmus einen Schritt weiter und wird mobil-optimierte Webseiten von nun an in den Suchergebnissen bevorzugen. Vorab wird die priorisierte Reihung mobil-tauglicher Webseiten in den Suchergebnissen nur über mobile Anfragen erfolgen. Zusätzlich wird im ersten Schritt des Updates das Hauptaugenmerk auf Smartphones gelegt, Tablets hingegen werden derweil noch außen vor gelassen. Mit dem zuvor besprochenen Mobile First Ansatz sollte aber klarerweise auch dieses Displayformat entsprechend berücksichtigt und schon jetzt, sofern noch nicht vorhanden, eingeplant werden.

Was macht denn nun eine für Google mobil-taugliche und damit mobil-freundliche Seite aus? Die Faktoren dazu sind im Wesentlichen auf die folgenden Punkte beschränkt:

1) Stellen Sie zuerst sicher, dass Google Zugriff auf alle relevanten CSS und JavaScript Dateien hat, um diese entsprechend auf mobile Qualitätsfaktoren wie etwa Media Queries zu überprüfen und bewerten zu können. Vergewissern Sie sich daher, dass Ihre robots.txt Einträge die Zugriffe über den Google Bot zulassen.

2) Des weiteren sollten Sie sich bewusst sein, dass Google die Bewertung seitenbasiert durchführt. Folglich kann beispielsweise eine Unterseiten- oder Produkt-Landingpage als mobil-freundlich eingestuft werden, die allgemeine Startseite jedoch nicht. Zugegebenermaßen sollte dieser Fall auf Grund des Anspruchs auf Konsistenz von Webseiten nicht allzu häufig vorkommen, Google berücksichtigt aber auch dieses Szenario und wird dadurch auch hier einzelne Seiten entsprechend unterschiedlich gewichten.

3) Auch sollten Sie klickbare Bereiche wie Texte und Labels mit den entsprechenden Größen und Rändern ausstatten, damit diese von mobilen Besuchern auch leicht auswählbar sind. Ein Fehlen dieser Attribute führt zu einer schlechteren Bewertung. Hinsichtlich der Usability sollte dieser Aspekt generell für die mobile Version überprüft werden.

4) Nochmals sei hiermit auch auf das Thema Flashinhalte und deren problematische Unterstützung auf zahlreichen mobilen Betriebssystemen und Browsern hingewiesen. Im Zuge des Algorithmus-Updates werden auch diese Inhalte entsprechend negativ gewichtet und sollten daher, wenn möglich, schnellstmöglich durch andere Technologien ersetzt werden.

5) Seitenladezeiten spielen natürlich speziell für mobile Endanwender eine große Rolle. Daher bewertet Google (nicht erst seit dem neuesten Update) auch Ladezeiten von Bildern und sonstigen, eingebundenen Inhalten. Bei bildlastigen Layouts empfiehlt es sich daher schon jetzt über mögliche Alternativlösungen für die Beschleunigung dieser Ladezeiten nachzudenken. Content Delivery Networks können hier in der Regel rasch Abhilfe schaffen. Ein kurzer Check mittels Googles PageSpeed Insights Tool kann hier rasches Feedback liefern.

6) Auch sind Google jene zusätzlichen Hinweise beim Laden einer Seite ein Dorn im Auge, die mobile Endanwender etwa auf verfügbare Apps der gerade angesurften Seite hinweisen. Diese Hindernisse im Surfverhalten werden von Google im Zuge des Updates entsprechend negativ bewertet.

7) Ein wesentlicher Qualitätsfaktor für eine mobil-freundliche Darstellung spielt der Inhalt des bereits im Jahre 2012 von Matt Cutts besprochenen Kriteriums des direkt sichtbaren Bereiches („above the fold“):

 So sites that don’t have much content “above-the-fold” can be affected by this change. If you click on a website and the part of the website you see first either doesn’t have a lot of visible content above-the-fold or dedicates a large fraction of the site’s initial screen real estate to ads, that’s not a very good user experience. Such sites may not rank as highly going forward.

Folglich sollten Sie sicherstellen, den direkt sichtbaren Bereich mit entsprechend relevantem Content zu belegen um so das volle Potential der mobilen Darstellung auszuschöpfen.

Testen Sie Ihre Seite!

Um einen schnellen Überblick über die Mobiltauglichkeit Ihrer Seite zu erhalten können Sie vorab den Google Mobile Friendly Test durchführen. Dieser bietet eine effiziente Methode, Ihre Seite auf die diversen mobilen Qualitätskriterien zu überprüfen.

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„The end of the web“ (hmpg.net) ist nicht mobil-tauglich

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Welch Überraschung: google.com ist mobil-tauglich

Auch ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen Googles Mobile SEO Guide sowie generell die Google Mobile Guides aufzusuchen und gegebenenfalls an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Weitere Entwicklung

Schenkt man den Gerüchten Glauben, arbeitet Google bereits schon jetzt an einem eigenständigen Index für mobile Suchergebnisse. Dies belegen auch Aussagen von Gary Illyes auf der diesjährigen SMX West, in denen er aus dem Nähkästchen über eine Arbeitsgruppe plauderte, die sich diesem Thema angenommen hat. Eine genauere Angabe zum Status der Arbeiten konnte er nicht nennen, jedoch sind dies klare Anzeichen dafür, dass Google den Bereich der mobilen Suchergebnisse verstärkt mit qualitativ hochwertigen, mobil-tauglichen Webseiten befüllen will (Quelle: http://www.thesempost.com/googles-gary-illyes-qa-upcoming-mobile-ranking-signal-change/).

Da Content Marketing als eines der E-Biz-Trendthemen im Jahr 2012 gilt, werde ich das Thema hier näher beleuchten.

Der Kern von Content Marketing liegt darin, den Kunden mit redaktionellen Inhalten zu überzeugen, und ihn, im besten Fall, langfristig an das Unternehmen zu binden. Weiterlesen

Viele Unternehmen haben mehr oder weniger gute Facebook-Seiten – in Bezug auf die Aktualität und Relevanz der Inhalte, Response auf Fragen oder Statements von Fans etc. Gerade für KMUs ist es oft schwierig die verschiedenen Communities zu managen und mit News zu bespielen. Google hat erklärt, dass rund eine Million Google Places Seiten pro Monat beansprucht werden – die jetzt eine Gesamtanzahl von etwa 9 Millionen erreicht haben, mit mehr als 150 Millionen aktiven Usern (Stand Juni 2012).

Local SEO ist, so wie die „social signals“ wie Facebook und Google+ im Google Algorithmus, das nächste große Thema, das wahrscheinlich Jahre dauert, um von Unternehmen wahrgenommen und optimal genutzt zu werden. Es ist schon faszinierend zu beobachten wie viele KMUs versuchen direkt auf ihren Facebook-Seiten Produkte oder Services zu verkaufen, und dabei komplett die lokalen Suchergebnisse auf Google, Bing u.a. hinten anstehen lassen. Hier sind 5 gute Gründe wieso KMUs local SEO einbeziehen sollten.

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In folgenden Blog-Beiträgen werden laufend verschiedene Verticals vorgestellt und die einzelnen Vertical-Konkurrenten miteinander verglichen. Dies kann für Anbieter in diesen Bereichen Informationen zur Marktentwicklung und Wettbewerbsstärke liefern. Die Analyse wird immer für die 4 Hauptkonkurrenten (aus Perspektive des SEM) durchgeführt und mit Tools (Searchmetrics, Seomoz und Sistrix) unterstützt. Heute wird die Serie mit dem Mobilfunkmarkt gestartet.
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Nach der Google Ankündigung, die Produktsuche künftig nur noch gegen Entgelt anzubieten, kommt die Nachricht über das neue „Google Trusted Stores“-Gütesiegel für vertrauenswürdige Online-Shops mit hoher SEO-Relevanz gerade rechtzeitig.

Kriterien die bei der Vergabe des Gütesiegels berücksichtigt werden sind u.a. die Schnelligkeit des Versands, Anzahl der Beschwerden und Geschwindigkeit der Beschwerdeabwicklung. Außerdem soll das Gütesiegel Kunden zusätzliche Sicherheit vermitteln, indem sie sich bei ungelösten Problemen direkt an Google wenden können – Google haftet hierbei mit einer Höchstsumme von 1.000 USD pro Bestellung.
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