Paralleles Tracking in Google AdWords

In den letzten Tagen bekommt man als Werbetreibender auf Google Ads (früher AdWords) eine Email mit der Info, dass Google im Oktober 2018 das parallele Tracking für alle Accounts übernehmen wird. Derzeit arbeitet Google an vielen Themen, um die Nutzererfahrung, insbesondere auf Mobilgeräten, zu verbessern. Ladezeit ist hier eine der Prioritäten. Google hat zu diesem Zweck eine parallele Überwachung gestartet. Wenn ein Nutzer bei der parallelen Verfolgung auf eine Anzeige klickt, wird er schneller zur endgültigen URL auf der Website weitergeleitet.

Was bedeutet parelleles Tracking?

Wenn im Google-Ads-Backend die automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert ist (auf jeden Fall zu empfehlen), dann “vergibt” Google einen sogenannten GCLID-Parameter (Google Click Identifier) bei einem Klick auf eine Anzeige.

 

Aktiviertes Auto Tagging im AdWords Account
Aktiviertes Auto Tagging im AdWords Account

 

Beispiel Google Anzeige und Gclid
Beispiel Google Anzeige und GCLID

 

Anhand dieses Parameters lässt sich die Wirkung der Anzeigen besser messen, und der Interaktionspfad des Besuchers lässt Rückschlüsse auf das Verhalten und die Effizienz der gesetzten Werbemaßnahmen zu.

Google fügt den Ziel-URLs den Parameter GCLID hinzu, damit man Informationen zu der angeklickten Anzeige auswerten kann. GCLID ist ein einzigartiger Tracking-Parameter, mit dem beispielsweise in Google Analytics eine genauere Auswertung möglich ist. Die Funktion “Zugriffsquellen” in Google Analytics zum Segmentieren Ihrer Kampagnen (basierend auf Anzeigentexten und anderen PPC-bezogenen Kampagnenmesswerten und -dimensionen) basiert beispielsweise auf GCLID.

Zielseitenbesuche haben dieselbe Klick-ID

Wenn ein Nutzer mehrmals auf eine bestimmte Anzeigenimpression klickt, werden diese Klicks mit nur einer GCLID verknüpft. Zielseitenbesuche für dieselbe Impression haben dieselbe Klick-ID.

Das Laden dieser GCLID benötigt zwar nur einige Millisekunden, dennoch ist es bei mobilen Zugriffen doch sehr wichtig so schnell wie möglich zu sein. Das parallele Tracking bietet nun die Möglichkeit, dass der Link beim Klick direkt geladen wird – die Messung dafür passiert im Hintergrund. Ohne paralleles Tracking durchlaufen Nutzer nach dem Klick auf eine Anzeige mindestens eine Weiterleitung, bevor sie zur Zielseite gelangen. Es dauert also länger, bis Nutzer die Zielseite erreichen.

Aktuell kann das parallele Tracking im neuen Google Ads (AdWords) Interface optional ausgewählt werden. Im Laufe des Jahres wird dies aber automatisiert übernommen. Es ist davon auszugehen, dass Google dies im Laufe der Zeit zu einer Standard-Einstellung machen will und wird.

Einstellung Option Paralleles Tracking
Einstellung Option Paralleles Tracking

Besonderes Augenmerk bei Third-Party-Tools

Prinzipiell ist hier aktuell nichts zu tun. Die Umstellung passiert wie erwähnt automatisch. Man sollte nur ein gesondertes Augenmerk darauf legen, wenn man Tracking Vorlagen von Third-Party Tools verwendet. Bei dynamischen Zielseiten-Weiterleitungen, individuellen automatisierten Links oder sonstigen Tracking-Themen könnte es hier gegebenenfalls zu Problemen bzw. Ausfällen kommen. Falls Sie sich hier nicht sicher sind, am besten einfach direkt bei Ihrem Third-Party-Tool-Anbieter nachfragen, die können hier sicherlich helfen. Dies sollte auch nachgefragt werden falls z.B. eine Schnittstelle zwischen Google Ads (AdWords) und einem Web-Analyse-Tool wie Webtrekk oder Econda eingerichtet ist.

Weitere Infos direkt von Google: https://support.google.com/adwords/answer/7544674

 

In depth: Was wird genau mit gclic übergeben?

“Nerd-Sektion”: Um zu erläutern was genau in der GCLID mit übergeben wird, empfehlen wir diesen Artikel: https://deedpolloffice.com/blog/articles/decoding-gclid-parameter

Hier wird die Möglichkeit erläutert, den Inhalt der GCLID-Parameter in einer Art eines “JSON” Formats zu analysieren. Im GCLID-Parameter verstecken sich einige interessante Informationen, die in gewissen Situationen ganz praktisch sein können. In einigen Fällen konnten wir mit der GCLID den Ursprung eines Klicks zurückverfolgen und sind, beispielsweise, auch in der Lage gewesen, den Beginn von Spam-Aktivitäten durch Bots zeitlich einzuschränken.