Relevantere Text Ads mit Ad Extensions | Teil 1 – Übersicht über Ad Extensions

Ad Extensions sind eine gute Möglichkeit, normale Text Ads aufzuwerten und sie für den Suchenden noch relevanter zu gestalten. Liebe zum Detail ist bei der Erstellung wichtig – Feinheiten können entscheidend sein. Auch beim Reporting gibt es einige Kniffe, die tiefere Einblicke in die Performance von Ad Extensions geben. Zum Start unserer dreiteiligen Serie zu Ad Extensions wollen wir einige grundlegende Dinge erläutern und die momentan im deutschsprachigen Raum zur Verfügung stehenden Ad Extensions vorstellen.

Fundamentals – Ad Extensions revisited

Ad Extensions sind Erweiterungen einer “normalen” Text Ad, angefangen von zusätzlichen Links auf die Website bis hin zu lokal relevanten Informationen wie die Adresse der nächsten Filiale oder Price Extensions zu passenden Produkten. Sie machen eine herkömmliche Text Ad für den Suchenden um einiges relevanter und können sich im Bestfall positiv auf KPIs wie CTR (Click-Through-Rate) auswirken. Im Grunde lassen sich zu jeder Text Ad beliebig viele Ad Extensions hinzufügen (natürlich unter Beachtung der Limits seitens Google: www.support.google.com/adwords/answer/6372658?hl=de), es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese auch tatsächlich ausgespielt werden – dies müssen einige Faktoren begünstigen.

Ad Rank und Position auf der Suchergebnisseite

Allen voran steht hier der Ad Rank, die aus mehreren Variablen zusammengesetzte Bewertung einer Text Ad, die auch ausschlaggebend ist für deren endgültige Position auf der SERP (Search Engine Result Page). Grundsätzlich lassen sich Ad Rank bzw. Position durch Erhöhung des Gebots, der Qualität der Anzeige und der dahinterliegende Landing Page verbessern. Text Ads in höheren Positionen zeigen öfter und mehr Extensions an als Ads in niedrigeren Positionen. Außerdem werden Ad Extensions eher ausgespielt, wenn sie voraussichtlich die Performance der Anzeige verbessern. Grundsätzlich sollte priorisiert werden, welche Extensions für welche Kategorie von Kampagnen/Ad Groups relevant sind.

Berechnung des Ad Rank

Übersicht über aktuell verfügbare (manuelle) Ad Extensions

In Deutschland sind momentan 10 Ad Extensions verfügbar:

  1. Sitelink Extensions (Sitelink-Erweiterungen, auch: Sitelinks): wohl einer der wichtigsten Typen von Ad Extensions. Sie fungieren als Links, die den Suchenden auf Ihre Seite weiterleiten und beispielsweise zu speziellen Produktkategorien, Aktionen, Informationen über das Unternehmen, etc., verlinken. Der Linktext, ein zweizeiliger Beschreibungstext und die URL, können frei definiert werden. Sitelinks können auf Account-, Kampagnen-, oder Ad-Group-Ebene hinzugefügt werden.
  2. Location Extensions (Standorterweiterungen): Location Extensions geben Aufschluss über die Adresse der nächsten Filiale, die Distanz dorthin (auf mobilen Endgeräten), Telefonnummer und Öffnungszeiten. Vor allem für mobil Suchende eine wertvolle Extension.
  3. Callout Extensions (Erweiterungen mit Zusatzinformation): Eine gute Ergänzung zum Standardtext sind Callout Extensions, bei denen man zwischen zwei und sechs zusätzliche Kurztexte hinzufügen kann, die dem Suchenden mehr Details über Ihr Unternehmen oder spezielle Services (wie etwa kostenloser Lieferservice) verraten.
  4. Affiliate Location Extensions (Affiliate-Standorterweiterungen): Wenn Produkte über Handelsketten verkauft werden, so kann man den Nutzer auf das nächste Geschäft hinweisen, in dem das Produkt angeboten wird. Soll hingegen der eigene Unternehmensstandort beworben werden, so sind hier die Standorterweiterungen passender.
  5. Call Extensions (Anruferweiterungen): Potentielle Kunden können mittels Call-Button direkt Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen. In diesem Fall zahlt der Werbetreibende pro Anruf bzw. Klick auf die Nummer.
  6. Message Extensions (SMS-Erweiterungen): Wie Call Extensions erlauben Message Extensions dem Suchenden, direkt mit Ihrem Unternehmen in Verbindung zu treten – mittels SMS. Lead Generation Message Extensions befinden sich in US, CA, UK, AU gerade in der Beta-Phase.  
  7. Structured Snippet Extensions (Snippet-Erweiterungen): mit Structured Snippets hat man die Möglichkeit, Produktaspekte oder Dienstleistungen hervorzuheben. Gegliedert wird nach Titel, wobei auf dem Desktop zwei enthalten sein können und auf mobilen Devices jeweils nur einer.
  8. Price Extensions (Preiserweiterungen): Mittels Preiserweiterungen können einzelne Produkte oder Services preislich gekennzeichnet werden. Dadurch erhält der Kunde zum Beispiel Auskunft über die Preisspannen einzelner Kategorien, oder kann sofort einsehen wie viel unterschiedliche Produktvarianten kosten.
  9. App Extensions (App-Erweiterungen): Unter der jeweiligen Anzeige wird ein Link zur App dargestellt, über den man entweder in den Google Play oder Apple App Store weitergeleitet wird.
  10. Promotion Extensions (Angebotserweiterungen): Hinzu kommen noch die relativ neuen Promotion Extensions, die nur im neuen AdWords Interface verfügbar sind. Damit kann man auf momentan gültige Angebote im Shop aufmerksam machen, wobei der Anlass, die Details zum Angebot und das Ende des Zeitraums kommuniziert werden können.Review Extensions (Rezensionserweiterungen): Bewertungen Ihres Unternehmens oder Ihrer Produkte. Diese Extensions wurde mit Anfang 2018 abgeschafft. 

 

Zusätzlich gibt es auch noch automatische Ad Extensions, wie etwa automatische Call/Message Extensions, dynamische Sitelinks, dynamische Snippet-Erweiterungen, …

Setup von Ad Extensions

Ad Extensions lassen sich entweder auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene hinzufügen. Im AdWords-Interface gelangt man unter dem Menüpunkt “Anzeigen und Erweiterungen” über den Reiter “Erweiterungen” zu einer Übersicht aller Ad Extensions. Hier lassen sich auch einfach über den +-Button neue Ad Extensions hinzufügen.

Im AdWords-Interface klickt man zuerst auf “Anzeigen und Erweiterungen” und dann auf den Reiter “Erweiterungen”.
Beispiel: Sitelink-Erweiterung hinzufügen

 

Im 2. Teil zeigen wir Ihnen dann, worauf es bei der Erstellung von guten Ad Extensions ankommt. Dazu gibt es einige Do’s und Don’ts und Best-Practice-Beispiele und den einen oder anderen Reporting-Trick.