Recap: SEAcamp 2017 in Jena – Teil 1

Oftmals werden viele Events leichtfertig als “Pflichtevent” oder “einzigartig” gebrandmarkt. Aber: es gibt nicht viele Veranstaltungen, die diesen Superlativen gerecht werden. Aber wenn es ein Event im Bereich Suchmaschinemarketing gibt, das diese Vorschusslorbeeren verdient hat, dann ist es das SEAcamp in Jena. Kaum ein anderes Format schafft es, so viele PPC-Enthusiasten zusammenzubringen und ein durchwegs hohes Talk-Niveau zu halten.

Wie schon in der Vergangenheit wollten wir uns das SEACamp auch dieses Jahr nicht entgehen lassen. Denn am 27.04.2017 war Jena das Zentrum aller PPC-Experten im deutschsprachigen Raum.

Warum das SEAcamp anders als andere PPC/SEM Events ist

Das SEAcamp ist nicht nur einfach eine Messe für PPC-Experten, sondern ein Barcamp. Die Teilnehmer sind zu einem hohen Grad selbst für den Ablauf und die Talks verantwortlich. Die konkreten Themen werden bei diesem Format erst kurz vor Beginn durch alle Teilnehmer bestimmt. Wenn dabei die richtigen Leute zusammenkommen, sind einzigartige Diskussionen und Inhalte garantiert.

Deshalb freut es uns umso mehr, dass mit Christopher Rogl und Oliver Greifenstein gleich zwei Talks von smec ausgewählt wurden.

Das SEAcamp Jena wird übrigens von vier absoluten PPC Spezialisten veranstaltet: Andreas Hörcher (Finnwaa), Thomas Grübel (InBiz), Olaf Kopp (Aufgesang Inbound Online Marketing) und David Schlee (conversearch GmbH).

Da es auch dieses Jahr so viele spannende Themen gab, haben wir uns entschieden, unser Recap auf zwei Beiträge aufzuteilen. In unserem heutigen ersten Teil konzentrieren wir uns darauf, näher auf die Talks unserer beiden Speaker einzugehen. Teil zwei, der in den nächsten Tagen erscheint, widmet sich dann mehr den Inhalten der anderen Vorträge und dem tollen Rahmenprogramm.

Oliver und Christopher vor der Talk-Auswahl durch das Publikum:

Oliver durfte auch sofort loslegen. Sein Talk mit dem Thema “Mission: 100%ige Abdeckung aller relevanten Suchanfragen” bekam beim Publikumsvoting die meisten Stimmen und somit war der größte Raum auch prall gefüllt.

 

 

Mission: 100%ige Abdeckung aller relevanten  Suchanfragen – von Oliver Greifenstein

Oliver ging zuerst auf die unterschiedlichen Keyword-Quellen ein – explizite (aus Branchenumfeld, Domänenwissen etc. abgeleitet) und implizite Quellen (tatsächlich eingegebene Suchanfragen, die im besten Fall bereits mit Performance Daten verknüpft sind).

Gerade implizite Quellen liefern große Mengen an neuen relevanten Keywords.

15% aller täglichen Suchanfragen wurden vorher noch nie abgesetzt.

Das sind sage und schreibe 525 Millionen Suchanfragen pro Tag.

Im Hands-On-Teil zeigte Oliver, wie man aus den Performancedaten von Dynamic Search Ads und Google Shopping Ads neue Keywords für Text Ads gewinnen kann. Es ging darum, jene Suchanfragen zu extrahieren, die in einem bestimmten Zeitraum rentable Umsätze generiert hatten (z.B. ROAS > 3 und Conversions > 1). Dafür verwendete er ein AdWords Script und demonstrierte es an einem aktiven AdWords Account.

 


AdWords Skripte sind für diesen Zweck ideal: Es wird nur relativ wenig technisches Know-How benötigt und es können schnell brauchbare Ergebnisse erzielt werden. Das volle Potential lässt sich allerdings nur mit der AdWords API ausschöpfen. Dies steigert natürlich die Komplexität um ein vielfaches, aber gerade bei größeren Accounts führt kein Weg an der API vorbei.

Uns freut es natürlich besonders, dass das Fachpublikum Oliver’s Talk so gut angenommen hat.

 

Google Shopping: Datenfeed Do’s and Don’ts – von Christopher Rogl

Wir bei smec sind nicht nur Spezialisten für Text Ads. Mit unserer Software Whoop! haben wir auch ein Werkzeuge für das Bid Management von Google Shopping Kampagnen.

Ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg von Whoop! Ist nicht nur unser gesammeltes PPC und Software Know-how, sondern auch unser Customer Success Team.

Unser Customer Success Manager Christopher Rogl hat in seiner täglichen Arbeit oftmals mit Kunden zu tun, die Probleme mit ihrem Produktdatenfeed haben. Beim SEAcamp hat er nun die Gelegenheit genutzt, die häufigsten Probleme aufzuzeigen. Gleichzeitig gab er Best Practice Tipps aus der Praxis, um mögliche Fehler zu vermeiden. Auch hier, volles Haus!

 

Bei Google Shopping gibt es drei Bereiche, die im Idealfall bestmöglich aufeinander abgestimmt sind, um die maximale Performance aus Shopping Kampagnen herauszuholen:

  • Google AdWords für die Kampagnenoptimierung
  • Der Webshop samt Sortiment und damit verbundene Usability
  • Das Google Merchant Center für die Optimierung des Datenfeeds

Beim Produktdatenfeed können zahlreiche Probleme auftauchen: Von fehlerhaften Attributen, fehlenden Product IDs oder unzulässigen Produkten nach den Google Richtlinien.

Gleichzeitig gab Christopher natürlich Empfehlungen, wie mögliche Fehler vermieden oder behoben werden können. Generell sollten Nutzer regelmäßig einen Blick in den Diagnose-Tab innerhalb des Google Merchant Center werfen. Ebenso helfen die Berichte zu den eingereichten Feeds, mögliche Fehler zu identifizieren.

Um schon präventiv Produktablehnungen zu vermeiden, können auch die äußerst praktischen Feed Rules verwendet werden.

Auch ein inkrementeller Feed Upload kann viele Probleme vermeiden. Dies ist vor allem zu empfehlen, wenn das Sortiment äußerst dynamisch ist. Das heißt:

  • Es werden häufig Produkte hinzugefügt oder gelöscht.
  • Es treten viele Preisänderungen auf.
  • Die Verfügbarkeit von Produkten schwankt sehr stark.

Generell bringt eine regelmäßige Feedoptimierung zahlreiche Vorteile mit sich. Mit einem Feed, der regelmäßig aktualisiert und gewartet wird, haben Nutzer viel differenziertere Möglichkeiten, Kampagnen, Anzeigen- und Produktgruppen zu generieren. Eine Brand-Kampagne auf AdGroup-Ebene anlegen? Mit einem sauberen Produktdatenfeed kein Problem.

Christopher hat auch seine Learnings aus seiner 3,5-jährigen PPC Erfahrung mit Google Shopping zusammengefasst. Die Kernaussage: Google Shopping ist keine Rocket Science und jede Optimierungsmaßnahme steigt und fällt mit der Datenqualität. Aber einem schlechten Webshop kann auch Google Shopping nicht immer eine Conversion-Explosion bescheren.

Übrigens: Wer sich näher mit den einzelnen Attributen eines Google Shopping Feeds auseinandersetzen möchte oder einfach nur etwas nachschlagen möchte, dem sei unser Google Shopping Compendium ans Herz gelegt: Google Shopping Compendium

 

Teil 2: Martin Röttgerding, PPC-Limonade und die Feier danach

In Teil zwei unseres Recaps, werden wir uns ausführlich mit den anderen Talks beschäftigen. Darunter beispielsweise ein gewohnt hochklassiger Talk von Martin Röttgerding, was Zitronen mit SEA zu tun haben und Impressionen wie PPC-Spezialisten nach solch einem Event feiern. Nicht verpassen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.