Was sind Dynamic Segments?

Dynamic Segments ist ein Feature des smec Campaign Orchestrators, mit der Online-Händler ihr Produktsortiment nicht mehr eindimensional und statisch, sondern agil und mehrdimensional für die Kampagnensteuerung in Google und Microsoft Ads clustern. 

Statt Produkte anhand einzelner Attribute wie historischer Performance oder Marge zu labeln, lassen sich mit Dynamic Segments  sich verschiedenste Attribute wie Performance-Daten, Preiswettbewerbsfähigkeit, Lagerbestand und First-Party-Geschäftsdaten wie Marge oder Retourenquote kombinieren. 

Auf dieser Grundlage können Online-Retailer mittels Dynamic Segments Performance Max oder Shopping-Kampagnen in Google und Microsoft gezielt auf konkrete Geschäftsziele aussteuern. 

Ein Blick in smecs Plattform: Dynamic Segments für die Produkt-Clusterung

Das Ende der eindimensionalen Segmentierung: mehr als Standard-Custom-Labels

Eindimensionale Segmentierung bewertet Produkte nur entlang einer einzigen Kennzahl, meist ROAS, Produktkategorie oder Marge Das Problem: Zwei Produkte können dieselbe Marge haben und trotzdem völlig unterschiedlich performen. Ist ein margenstarkes Produkt zusätzlich preisattraktiv, während ein anderes margenstarkes Produkt preislich unattraktiv ist, pusht eine reine Margen-Segmentierung oft genau das falsche Produkt – das mit wenig Nachfrage – und verschenkt Volumen beim Produkt, das durch seinen attraktiven Preis tatsächlich Kaufbereitschaft erzeugt. .

Dynamic Segments lösen das, indem sie Marge, Preiswettbewerbsfähigkeit, Lagerbestand und Performance-Daten gleichzeitig kombinieren und Produkte danach in Echtzeit clustern. Für Online-Retailer ist das entscheidend, weil Budget so nicht mehr blind in margenstarke, aber schlecht nachgefragte Produkte fließt, sondern dorthin, wo Marge und Nachfrage zusammentreffen – und Kampagnen dadurch echte Geschäftsziele wie POAS statt einer einzelnen Kennzahl erreichen.

Dynamic Segments bilden eine strategische Steuerungsebene, die komplexe Geschäftslogik in Signale übersetzt, die Werbeplattformen verstehen und  priorisieren können.

Das Problem mit passivem Kampagnenmanagement

Standard-PMax- und Standard-Shopping-Setups scheitern oft daran, dass Händler den Algorithmus nicht aktiv auf ihre Unternehmensziele lenken. Das führt zu drei zentralen Ineffizienzen:

  • Fehlgeleiteter Spend: Budget fließt oft in margenschwache Artikel mit hoher Klickrate, aber geringem Ergebnisbeitrag.
  • Hero-/Zombie-Ineffizienz: „Hero“-Produkte dominieren das Budget, während vielversprechende Neuheiten oder saisonale Ware auf dem Friedhof der „Zombie-Produkte“ landen.
  • Strategische Kluft: Die Taktik des PPC-Managers entkoppelt sich von den Zielen des CMOs, weil Werbeplattformen auf ROAS optimieren statt auf Geschäftsergebnisse.

Wie Dynamic Segments funktionieren: der smec-Ansatz

Der smec Campaign Orchestrator bringt Dynamic Segments ins Spiel, um die Lücke zwischen Ihrem Produktfeed und Ihren Geschäftszielen zu schließen. Es geht also nicht nur um Automatisierung, sondern um strategische Steuerung.

MerkmalStatische Custom Labelssmec Dynamic Segments
DatenaktualisierungManuelle oder tägliche Feed-UploadsEchtzeit-Integration aus mehreren Quellen
KomplexitätEin einzelnes Attribut (z. B. Marke oder Kategorie)Unbegrenzte Kombinationen (z. B. hohe Marge + Preiswettbewerbsfähigkeit + hoher Lagerbestand)
AutomatisierungManueller Aufwand, um Produkte anzupassen und in andere Kampagnen zu verschiebenAutomatisierte Verschiebung zwischen Kampagnen auf Basis von Echtzeitdaten
SichtbarkeitBeschränkt auf das Basis-Reporting von GoogleTiefgehende Insights auf Produkt- und Segmentebene samt Wettbewerbsdaten

Praxisbeispiel: die Erfolgsstory von Tennis Point

Ein Paradebeispiel für diese Strategie in Aktion ist der Fall Tennis Point, einem der führenden europäischen Sporthändler für Tennis- und Padel-Equipment. Statt Google Ads auf Autopilot laufen zu lassen, übersetzte das Unternehmen mit dem smec Campaign Orchestrator seine Geschäftsziele in Parameter, die PMax verstehen und umsetzen konnte – und holte so Umsatz aus tausenden Produkten, die zuvor mangels Performance-Historie unsichtbar blieben.

Mithilfe von Dynamic Segments konnte Tennis Point sein Werbebudget über fünf Länder hinweg auf die wertvollsten Bestände ausrichten: +90% Umsatz YoY in Italien, +43% ROAS YoY in Deutschland und rund 4.000 Produkte, die wöchentlich automatisch neu bewertet wurden – bei nur einer Person im Marketing-Team. Ein Beleg dafür, dass strategische Kontrolle in PMax der wichtigste Treiber für den ROI im modernen E-Commerce ist.

Mit einem ähnlichen Ansatz wurde Smarter Ecommerce gemeinsam mit dem britischen Brillenhändler Shadestation als Finalist der Google Impact Awards 2025 ausgezeichnet. Statt auf eine starre Produktgruppierung zu setzen, erzielte das Unternehmen mithilfe von Dynamic Segments ein Umsatzwachstum von +57 %. Gleichzeitig verhalf die Lösung zu einer Steigerung des durchschnittlichen Bestellwerts (AOV) um +10 %.

So nutzen Sie Dynamic Segments im Campaign Orchestrator

Dynamic Segments im smec Campaign Orchestrator zu erstellen, ist denkbar einfach:

So setzen Sie strategische Segmentierung um

  1. Integrieren Sie Ihre First-Party-Daten – darunter Margendaten, AOV, CLV, Lagerbestände und mehr – in den Campaign Orchestrator.
  2. Erstellen Sie Dynamic Segments auf Basis Ihrer Geschäftsziele (z. B. „Pushen Sie margenstarke Artikel, die zugleich günstiger sind als die der Konkurrenz“).
  3. Verbinden Sie das Segment mit einer beliebigen PMax- oder Standard-Shopping-Kampagne – mit einem konkreten tROAS und Budget.

Neugierig, wie das aussieht? Probieren Sie es selbst in unserer  interaktiven Demo.

Ausblick: die Branche 2026

Unsere Prognose: 2026 wird sich der Wettbewerbsabstand deutlich vergrößern – zwischen Händlern, die blind auf die native Plattform-Automatisierung vertrauen, und jenen, die auf eine strategische Steuerungsebene setzen. Wer heute Dynamic Segments einführt, sichert sich in PMax und Standard Shopping einen uneinholbaren Vorsprung, weil er als Erster seine Kampagnen konsequent auf die eigenen Geschäftsziele ausrichtet.


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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind Dynamic Segments?

Dynamic Segments von smec gruppieren Produkte nicht anhand starrer, einmal gesetzter Attribute, sondern anhand mehrerer Geschäftsdaten gleichzeitig – und passen diese Gruppierung laufend an. Statt wie klassische Custom Labels ein Produkt dauerhaft in eine Kategorie zu stecken, kombinieren Dynamic Segments Signale wie Lagerbestand, Marge und Performance-Daten in Echtzeit und verschieben Produkte automatisch zwischen Segmenten, sobald sich diese Werte ändern. So steuern Werbekampagnen nicht nach starren Regeln, sondern fortlaufend nach den tatsächlichen Geschäftszielen des Händlers.

Wie unterscheiden sich Dynamic Segments von der 1D-Segmentierung?

Die meisten Tools erlauben nur eine eindimensionale Segmentierung (z. B. nach Marke oder allein nach Marge). Mit smec Dynamic Segments kombinieren Sie mehrere Attribute gleichzeitig. So pushen Sie nicht einfach ein margenstarkes Produkt, das nicht konvertiert, sondern ein margenstarkes Produkt, das zugleich wettbewerbsfähig und verfügbar ist.

Kann ich Dynamic Segments sowohl für PMax als auch für Standard Shopping nutzen?

Ja. Dynamic Segments bieten eine zusätzliche Steuerungsebene, die sowohl über Performance Max (PMax) als auch über Standard-Shopping-Kampagnen hinweg funktioniert. Der Einsatz von Dynamic Segments über beide Kampagnentypen hinweg bringt vier entscheidende Vorteile:
1. Double-Serving vermeiden: Da ein Produkt auf Basis Ihrer Filter immer genau einem Segment und einer Kampagne zugeordnet ist, kann es nicht doppelt ausgespielt werden. Das verhindert interne Konkurrenz und schont Ihr Budget.

2. Strategische Flexibilität: Ihre Geschäftsstrategie steckt nicht länger in einer bestimmten Kampagne fest. Sie bauen Segmente unabhängig vom Kampagnentyp auf. So können Sie umdisponieren – etwa Ihre „Zombies“ von Standard Shopping zu PMax verschieben – ohne Ihre Kontostruktur umzuwerfen oder Produkte manuell neu zuzuordnen.

3. Automatisierung über Kampagnentypen hinweg: Produkte wandern dynamisch zwischen Segmenten, die entweder PMax- oder Shopping-Kampagnen zugeordnet sind. Zeigt ein Produkt in einer “Zombie-Kampagne” in Standard Shopping einen positiven Performance-Trend, kann die smec-Plattform es automatisch in eine dedizierte PMax-Kampagne verschieben. Das spart Zeit, reduziert menschliche Fehler und optimiert Ihre Kampagnen.

4. Lückenlose Performance-Historie: Da Segment-Insights kanalunabhängig sind, bleibt Ihre Datenhistorie auch bei einem Strategiewechsel erhalten. Sie verfolgen die langfristige Performance einer Produktgruppe durchgehend – ohne die Reporting-Brüche, die in Google Ads sonst entstehen, wenn Sie eine Kampagne stoppen oder den Kampagnentyp wechseln.

Wie verhindern Dynamic Segments Effizienz-Verluste?

Weil Dynamic Segments mehrere Signale gleichzeitig berücksichtigen statt nur eines. Ein Produkt mit guter Marge, aber schwacher Preiswettbewerbsfähigkeit oder sinkendem Lagerbestand sieht in einer eindimensionalen Margen-Betrachtung stark aus – bekommt in Wirklichkeit aber kaum profitable Conversions oder sollte gar nicht mehr beworben werden. Dynamic Segments verknüpfen deshalb Performance-Daten, Preiswettbewerbsfähigkeit, Marge und Lagerbestand zu einem Gesamtbild pro Produkt und aktualisieren es laufend. Budget fließt so nur in Produkte, die in allen relevanten Dimensionen überzeugen, während margenschwache oder schlecht verfügbare Produkte automatisch zurückgestuft werden – bevor sie das Budget verschwenden.

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