Relevantere Text Ads mit Ad Extensions | Teil 3 – Ein AdWords-Script für inventarbezogene Sitelinks

In Teil 1 und 2 unserer Serie haben wir einen Überblick aller verfügbaren Ad Extensions für Sie zusammengestellt und haben einige Best Practice Tipps und Dos & Don’ts gesammelt. Im dritten Teil wollen wir Ihnen jetzt ein AdWords-Script zur inventarbezogenen Erstellung von Sitelinks vorstellen.

Im Bestfall sind, wie in Teil 2 erwähnt, Ad Extensions genau auf das jeweils beworbene Produkt abgestimmt und auf Ad-Group-Ebene eingepflegt. Manuell ist dies natürlich oft mühsam. Helferleins wie z.B. AdWords Scripts erleichtern die Arbeit. 

Ein Script zur Erstellung von inventarbezogenen Sitelinks

Für alle regelmäßigen Website-Boosting-Leser: Oliver Greifenstein lieferte in seinem Artikel in Ausgabe 09-10.2017 einen Ansatz zur Extrahierung wirtschaftlich relevanter Search Terms aus Quellen wie Shopping Ads und zur darauffolgenden automatisierten Erstellung von Ad Groups, Keywords und Text Ads. Als Ausgangsbasis nutzte er das sogenannte “Exploration Script”. Dieses Script kommt auch in diesem Artikel wieder zum Einsatz und steht mittlerweile als Shopping Explorer Script in unser Script Database als Download zur Verfügung.

Schritt 1 – Data Exploration mit dem Shopping Explorer Script

Man startet mit dem Shopping Explorer Script, bei dem man aus (frei definierbaren) Google-Shopping-Kampagnen nach (ebenfalls frei definierbaren) Kriterien Queries herausfiltert, z.B. solche, die in einem bestimmten Zeitraum bereits Conversions generiert haben. Das daraus entstehende Spreadsheet dient als Basis für Schritt 2, die eigentliche Sitelink Creation. So hat man als Grundlage für Sitelinks eine Liste nachweislich erfolgreicher Search Queries.  

Schritt 2 – Sitelink Creation mit dem Sitelink Builder Script

Im zweiten Schritt führt man das eigentliche Sitelink Builder Script aus. Zuvor sollte man im Script einige Dinge anpassen. In der Sektion “Mission Data” zu Beginn müssen Kampagnen-ID (für welche Kampagne Sitelinks generiert werden sollen), Spreadsheet-ID (Basis für die Sitelinks aus dem Exploration Script) und die Anzahl der Sitelinks gepflegt werden.

 

 

Zur eigentlichen Generierung der Sitelinks werden “random items” aus dem zuvor erstellten Spreadsheet entnommen. Als Titel für die neuen Sitelinks wird die jeweilige Search Query genutzt, etwa “adidas copa 18.1” (der tatsächliche für Google Shopping genutzte Produkttitel sprengt oft das Limit von 25 Zeichen). Der Befehl “var linkText = capitalizeString” sorgt dafür, dass die die Anfangsbuchstaben großgeschrieben werden. Theoretisch kann man im Spreadsheet selbst noch kosmetische Anpassungen durchführen und die Queries manuell abändern. Die zu den Sitelinks gehörige URL wird ebenfalls dem Spreadsheet entnommen. Die beiden Beschreibungszeilen sind statisch und können im Script fix festgelegt werden (hier:  “Bei Geomix Soccer Store / Jetzt online kaufen”).

Zusätzlich wird auf Dubletten gecheckt und außerdem sichergestellt, dass der Sitelinkkandidat nicht dem zu bewerbenden Produkt entspricht.

 

Die generierten Sitelinks im AdWords-Account.

 

Disclaimer: Das Script soll einen Einblick in leichte Automatisierungsmöglichkeiten geben, ist aber ausbaufähig und kann gerne von Bastlern erweitert werden. Scripts haben generell natürlich gewisse Limitationen, die sich z.B. durch Anbindung an die AdWords-API umgehen lassen, was aber wieder dementsprechend mehr Aufwand bedeutet.

Fazit

Dass Ad Extensions eine normale Text Ad extrem aufwerten, weil sie deren Relevanz für den Suchenden steigern ist mittlerweile für die meisten Werbetreibenden kein Geheimnis mehr.  Speziell im mobilen Kontext erleichtern lokale Informationen und mehr direkte Interaktionsmöglichkeiten die Verknüpfung von on- und offline in der Customer Journey. Gerade in manuelle Ad Extensions sollte man jedoch Zeit investieren, da schlecht bzw. ungenügend durchdachte Extensions sich negativ auf Klick- und Konversionsraten auswirken können. Scripts erleichtern hier manuelle Arbeit.