Black Friday: Wie Retailer beim SEA-Endspurt 2020 durchstarten

Unsere Expertentipps für einen erfolgreichen Black Friday

Ich denke, wir können davon ausgehen, dass Traffic und Conversions gegenüber dem Vorjahr nochmal kräftig anziehen werden. Aufgrund der Beschränkungen für physische Stores werden heuer viele erstmalige Online-Shopper erwartet – was sich in einem hohen Volumen niederschlagen wird. Aber wie geht man mit der Welle an Käufern am besten um? Wie bereitet man sich auf die kommende Hochsaison vor?

Gut vorbereitet zu sein wird dieses Jahr eine noch größere Rolle spielen. Viele Händler haben schon längst damit begonnen, sich für den Shopping-Wahnsinn zu wappnen.

TL;DR: Gleich zur Checkliste springen

Eure Zeit ist kostbar, also präsentiere ich euch ohne große Umschweife unsere Tipps für den diesjährigen Black Friday:

Wie können sich Händler bereits jetzt auf die bevorstehende Shopping-Saison vorbereiten?

1. Customer Experience verbessern und Daten sammeln

Aus strategischer Perspektive gesehen ist es wichtig, dass alles korrekt vorbereitet wird – dabei geht es nicht nur um Logistik und volle Warenlager (selbstverständlich trotzdem relevant).

Laut Stefan Stopper, Account Strategist bei smec, muss man auf folgende Dinge am meisten achten: die Customer Experience, Nutzen der gesammelten Daten, und die Reaktivierung von früheren Kunden.

Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel das Einsetzen von Header Bannern auf der Website. Diese könnten einige Tage vor dem Black Friday für das Bewerben von bevorstehenden Angeboten genutzt werden. Das Volumen wird groß sein – also könnte man jene, die auf Anzeigen geklickt haben, zu Remarketing-Listen hinzufügen und sie mit Upper-Funnel-Maßnahmen (z.B. Banner, Videos, E-Mails) kurz vor Black Friday wieder reaktivieren. So kann man zur richtigen Zeit mit einem passenden Angebot wieder am Radar von potentiellen Käufern aufscheinen.

Was man auch in Betracht ziehen könnte: ein Gäste-Checkout für die Webseite. Zeit spielt am Black Friday eine große Rolle – also sollte man so viele Barrieren wie möglich entfernen, um Kunden eine schnelles und einfaches Kauferlebnis zu ermöglichen.

Sichere dir die Daten der erstmaligen Online-Shopper am Black Friday
Sichere dir die Daten der erstmaligen Online-Shopper

Wir können es nicht genug betonen: Viele neue Kunden werden zum Black Friday und in der Weihnachtssaison online einkaufen, daher sollte man ihnen als Händler eine möglichst barrierefreie Kauferfahrung ermöglichen, ihre Daten sammeln und für zukünftige Promotions nutzen.

  • Erstelle ein Gäste-Checkout
  • Setze Remarketing-Listen auf
  • Nutze den Tag Manager für deine Webseite

2. Behalte dein Budget während dem Black Friday im Auge

Ganz ehrlich: keiner kann sagen, wie sich die kommenden Aktionstage in deiner Branche auswirken werden. Es gibt aber dennoch einige Dinge, die man in Punkto Budget beachten sollte:

Wähle KPIs, die du in Echtzeit tracken kannst (Impressionen, Klicks) und konzentriere dich auf diese. Du wirst im Nachgang noch genug Zeit haben, um die zeitverzögerten Daten auszuwerten – am Black Friday muss Flexibilität priorisiert werden.

Stelle sicher, dass für deine Impressionen und Klicks Tracking in Echtzeit möglich ist. Ist zum Beispiel das Volumen höher als ursprünglich angenommen, dann reagiere schnell und passe dein Budget an. Bezüglich ROAS ist es ratsam, ein für dich realistisches Ziel auszuwählen, das du auch vertreten kannst und dieses nicht aus den Augen verlierst. Auswertungen haben uns gezeigt, dass sich im Laufe des Tages der ROAS verbessert.

Ein weiterer Ansatz für das effiziente Einsetzen von Budget ist das Exkludieren bestimmter Produkte aus dem Shopping Feed. Nimmt man Produkte (Nischenprodukte) aus, bei denen geringe Conversions zu erwarten sind, spart man Budget für Top-Performer, bei denen die Nachfrage hoch sein wird.

Wenn wir schon bei effizienter Budgetierung sind – warum nicht jetzt auch die kostenfreien Shopping-Tab-Platzierungen in Betracht ziehen? Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogposts sollten diese schon in EMEA verfügbar sein. Nutzt man dieses Programm, kann man seine Sichtbarkeit kostenfrei erhöhen.
Einfach beim “Surfaces across Google” Programm anmelden (für vor dem Mai 2020 erstellte Merchant Center Accounts geschieht das automatisch) – dann den CSS-Account, den man dafür benutzen möchte, verlinken und fertig. Wenn du noch Fragen dazu hast, haben wir dieses PDF für dich.

Lange Rede kurzer Sinn, hier sind unsere Empfehlungen für die Budgetierung:

  • Wähle deine KPIs aus und bleib dabei
  • Direkter Zugang zu Live-Daten während Black Friday
  • Passe dein Budget, wenn notwendig, an – sei flexibel
  • Ziehe das Exkludieren bestimmter Produkte aus dem Feed in Betracht
  • Nutze kostenfreie Shopping-Tab-Platzierungen

Zusätzlich zu den strategischen Tipps von oben haben wir noch eine praktische Checkliste für dich vorbereitet:

Allgemeine Tipps

  • Definiere Nicht-Ziele/Worst-Case-Szenarien
  • Stelle eine robuste Lieferkette sicher
  • Setze auf eine holistische Onlinepräsenz (Showcase Ads, Facebook, Newsletter etc.)
  • Überprüfe und optimiere die Geschwindigkeit deiner Webseite

Shopping Ads

  • Feed-Optimierungen: Reichere kurze Produkttitel mit zusätzlichen Infos an
  • Nutze Merchant Center Promotions

Search Ads

  • Überprüfe die eCPC-Einstellungen im Google Ads Account – wähle “Optimize for conversion value” aus
  • Zielgruppen überprüfen: Wurden alle relevanten Zielgruppen hinzugefügt? Sollen bestimmte Zielgruppen gepusht werden?

Whoop!-spezifisch

  • Bereite deine ABS-Struktur vor: Welche Produkte könnte man noch stärker bewerben?
  • Nutze ABS-Scheduling bei limitiertem Budget 
  • Kümmer dich um Low-Funnel-Suchanfragen – setze eine eigene Kampagne dafür auf (Query Sculpting)

Das sind unsere Empfehlungen für den Black Friday. Wenn du zu einem bestimmten Thema noch Fragen hast, melde dich bei uns.