Boom von Online- und Versandhandel

Online und Versandhandel erreichte im letzten Jahr ein Umsatzplus von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auslöser dafür sind laut Forschungsinstitut TNS Infratest eine stärkere Breitbanddurchdringung, eine höhere Internetaffinität der Bevölkerung und der schnell wachsende Smartphonemarkt.

  • Online und Versandhandel haben Rekordumsatz von 30,3 Milliarden Euro erreicht.
  • Bekleidungsbranche hat immer noch höchsten Umsatz im Versandhandel.
  • Auch diese Jahr Umsatzwachstum prognostiziert.

Online- und Versandhandel haben in dem letzten Jahr einen Rekordumsatz von 30, 3 Milliarden Euro erreicht, was einem Umsatzplus von 4,1 Prozent im Vergleich zu 2009 entspricht. Dies verkündete eine repräsentative Verbraucherstudie „Distanzhandel in Deutschland- Die Entwicklung des interaktiven Handels B2C im Jahr 2010“ die das Forschungsinstitut TNS Infratest zum fünften Mal im Auftrag des bvh durchgeführt hat.

Aufgrund einer stärkeren Breitbanddurchdringung , einer immer höher werdenden Internetaffinität der Bevölkerung und einem schnell wachsenden Smartphonemarkt, der den Zugang zum mobilen Internet und damit zu Mobile-Commerce Angeboten erheblich erleichtert, kann eine Umsatzsteigerung im Onlinegeschäft von 2,8 auf 18,3 Milliarden Euro beobachtet werden.

Frauen produzieren Männern gegenüber einen um ein Drittel höheren Jahresumsatz. Auch die unterschiedlichen Anteile am Online- und Versandhandel zeigen, dass Frauen hier mit 58 Prozent eindeutig stärker am Mark vertreten sind. Vorallem bei den Mulit. Channel- Versender fällt die unausgewogene Aufteilung der Geschlechter am Gesamtanteil auf. Hier sind Frauen für 11 Milliarden Euro Umsatz verantwortlich, während Männer nur 4,3 Milliarden Euro Umsatz für sich verbuchen können. Allerdings dreht sich diese Bild, wenn es um Internet-Pure-Player geht.

Umsätze der unterschiedlichen Branchen in Milliarden Euro

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Doch einzig die Unterhaltungselektronik konnte eine Umsatzerhöhung von 44 Prozent verbuchen, während in den anderen beiden Bereichen das Umsatz Volumen im Vergleich zu 2009 geschrumpft ist.

Laut dem Forschungsinstitut TNS Infratest darf trotz diesem Online und Versandhandel Booms die Relevanz des Papierkatalogs nicht unterschätzt werden. Er ist immer noch ein wichtiges Medium für die Kommunikation. 65 Prozent aller Käufer informieren sich auch heute noch über Papierkataloge. Mit Hilfe der Tablet-PCs soll dieser Medienbruch nun in den Griff bekommen werden und das klassische Katalogfeeling mit der Onlinebestellungen in einem Medium vereinen.

Durch Social Media Aktivitäten hoffen viele Händler auf Verstärkungseffekte und einen vereinfachten Kundendialog welcher eine schnellere Reaktion auf Kundenwünsche ermöglicht.

Die Studie 2010 befasst sich erstmals mit der Wahrnehmung der Kunden gegenüber Social Media und kam zu dem Ergebnis, dass im Vorjahr 20 Prozent aller Befragten auf Angebote von Online-Händlern in sozialen Netzwerken aufmerksam geworden sind.

Auch dieses Jahr rechnet der bvh mit einem 5,5 prozentigen Umsatzwachstum beim Gesamtversandhandel. Dem E-Commerce Volumen wird ein Wachstum von 15,5 Prozent voraus gesagt und auch 21,1 Milliarden Euro Umsatz für den reinen Online-Handel klingen sehr vielversprechend.

Diese Einschätzungen wurden aufgrund der Umsatzentwicklungen der letzten 5 Jahren gemacht, und auch smec sieht noch ein großes Potential im Versandhandel.