Die ersten 3 österreichischen Museen nehmen am Google Art Project Teil

Bereits Anfang 2011 launchte Google das „Art Project“. Dabei handelt es sich um eine Plattform die virtuelle Rundgänge durch teilnehmende Museen aus der ganzen Welt ermöglicht. Weiters kann man gezielt nach Malern, bestimmten Bildern, Ländern, Städten, Epochen und Galerien suchen und Experteninformationen zu diversen Werken erhalten. Mittlerweile nehmen 151 Museen aus ca. 40 Ländern an dem Projekt teil und stellen insgesamt 30.000 hochauflösende Aufnahmen von Kunstwerken zur Verfügung (googleartproject.com, 03.04.2012).

Die 360-Grad-Bilder der Kunstwerke wurden alle mithilfe der Kameras, die auch für Google Street View eingesetzt wurden, aufgenommen. 46 der 151 Museen ermöglichen deshalb sogar Street View-Ansichten im Inneren ihrer Galerien (derstandard.at, 03.04.2012). Durch die Integration von Google+ ermöglicht das Google Art Project den Usern seit März diesen Jahres das Anlegen persönlicher Galerien. Dort kann man seine Lieblingsbilder speichern, Audio- und Videoinhalte uploaden und diese mit anderen Nutzern teilen. Weiters wurde das Art Project um Videoinhalte von Agenturen und Partnern erweitert die von Bildungseinrichtungen zu Lernzwecken verwendet werden können.

Museen die an dem Projekt teilnehmen möchten, müssen dafür einfach ein Anmeldeformular ausfüllen (zu finden unter https://docs.google.com/a/google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dHV6di1UT052Z3ROS0U1MGVIWWZxWUE6MQ&ndplr=1). Jedes Museum kann selbst entscheiden welche Galerien, Werke und Informationen veröffentlicht werden sollen. Aus Urheberrechtsgründen kann man auch diverse Bereiche im virtuellen Rundgang verschwommen anzeigen (googleartproject.com, 03.04.2012).

Mittlerweile nehmen auch 3 österreichische Unternehmen an diesem Projekt teil, nämlich das Kunsthistorische Museum, die Albertina und das Leopold Museum. Der Kaufmännische Direktor des Kunsthistorischen Museums empfindet die Teilnahme am Google Art Project sogar als moralische Verpflichtung für jedes Weltmuseum und der Direktor der Albertina sieht in diesem Projekt die Chance, so viele Menschen wie möglich mit Kunst zu bereichern da Kunst verfügbar und barrierefrei sein sollte (diePresse.com, 03.04.2012).

Für die Zukunft ist geplant, das Projekt nicht nur auf weitere Länder und Museen auszuweiten, sondern auch einen Bereich einzurichten in dem Künstler veröffentlichen können wie sie neue Technologien verwenden um ihre Kunst zu präsentieren (googleartproject.com, 03.04.2012).

Das Google Art Project ist sicher eine Chance für Museen um ihre Bekanntheit zu erhöhen und ihre Kunst jedermann zugänglich zu machen. Dennoch sollte man darauf achten, dass die digitale Präsentation der Kunstwerke nicht die Besichtigung des Originals ersetzt, sondern dazu anregt!

Check it out! www.googleartproject.com