Google Shopping – Warum produktgenaues Bidmanagement wichtig ist und Sie mit negativen Keywords arbeiten sollten

Mit den neuen Shopping Kampagnen können Retailer in Zukunft einfacher Ihre Produkte in Google AdWords verwalten. Die Kampagneneinstellungen ähneln nun den bekannten Einstellungen von Textanzeigen. Gebote, Standortausrichtungen und vieles mehr lassen sich bequem in einer eigenen Shopping Kampagne managen. Neu ist auch, dass es die gewohnte Anzeigengruppen-Struktur nicht mehr in dieser Form geben wird.

So setzen Sie eine Shopping Kampagne auf: Loggen Sie sich in Ihrem AdWords Konto ein. Anschließend erstellen Sie eine neue Kampagne und wählen den Typ “Shopping”. Geben Sie Ihrer neuen Kampagne einen Namen und verknüpfen Sie diese Kampagne mit Ihrem Merchant Center. Alle weiteren Einstellungen, wie Budget und Ausrichtung, ähneln den gewohnten Optionen. Speichern Sie Ihre Einstellungen und Sie erhalten im nächsten Schritt eine neue Kampagne mit allen Produkten.

Shopping Kampagne erstellen
neue Shopping Kampagne erstellen

Produktgenaues Bidmanagement

Die neuen Optionen werden von Retailern gerne genutzt, um Produkte nach Marken und Kategorien im Interface zu bündeln. In vielen Fällen endet die Granularität für Retailer bei Marken. Hier werden auf Marken-Ebene Produkte zusammengefasst und in eine Gruppe mit dem gleichen CPC Gebot gepackt. Viele Produkte innerhalb einer Marke haben jedoch ein höheres oder niedrigeres CPC Gebot verdient und bleiben somit auf der Strecke. In der Spalte “Impression Share” können Sie sehen, wie häufig Ihre Anzeige anteilsmäßig an den maximal möglichen Impressions geschalten bzw. nicht geschalten wurde. Dieser prozentuelle Anteil lässt sich hauptsächlich durch produktspezifische Gebotsanpassungen verbessern.

 Fernbleiben von unrentablen Auktionen

Negative Keywords sind bei Textanzeigen Gang und Gebe, jedoch wissen viele Retailer nicht, dass Sie auch bei Shopping Kampagnen zum Einsatz kommen können. Keyword-Kombinationen die “gebraucht” oder “gratis” enthalten, können gleich von Anfang an getrost als negative Keywords eingebucht werden. Um das Maximum an Effizienz des Mediabudgets herauszuholen, sollte für jedes Produkt täglich der Suchanfragenbericht kontrolliert und auf unrentable Suchanfragen geprüft werden.

 Produkte auf die schwarze Liste setzen

Innerhalb von Marken oder Produktkategorien gibt es häufig schwarze Schafe die Mediabudget fressen und dabei keinen rentablen Umsatz liefern. Jene Produkte gilt es, automatisiert oder manuell zu pausieren, um deren Budgetanteil auf rentablere Produkte zu übertragen. Ändern sich die Vorgaben vom effektiven Mediabudgeteinsatz auf mehr Reichweite, wie es das Weihnachtsgeschäft oft verlangt, müssen alle Produkte individuell wieder aktivierbar sein.

Ausfälle und Kontosperren vermeiden

Um ein reibungsloses Werben in Google zu ermöglichen, sind Ausfälle, verursacht durch fehlerhafte Datenfeeds, auf jeden Fall zu vermeiden. Fehlerhafte Datenfeeds führen früher oder später zu Sperren des Merchantcenter Kontos und infolgedessen zur Stillegung der ShoppingAds. Besonders bei häufigen Preisänderungen werden Datenfeeds gerne abgelehnt, weil die Werte aus dem Merchant Center nicht mit jenen auf der Landingpage übereinstimmen.

Fazit

Betrachten Sie jedes Ihrer Produkte einzeln und vergeben Sie individuelle CPC Gebote. Damit erhöhen Sie die Wirksamkeit Ihres Budgets und können mithilfe einer produktgenauen Struktur gezielt negative Keywords einbuchen. So bleiben Sie von unrentablen Auktionen fern und spielen Budget frei, dass Sie Ihren umsatzbringenden Produkten zuteilen können.