Social Media Fundstücke: Österreichisches Bundesheer

Das österreichische Bundesheer hat anscheinend Personalknappheit, denn nun ist ein Rekrutierungsvideo aufgetaucht.

Das ursprüngliche Video des Bundesheeres wurde zurückgezogen, deswegen hier eine andere Version davon:

Wenn man nach “Bundesheer” auf Youtube sucht erscheint unter anderem “Schnapskompanie” bei den verwandten Suchbegriffen:

YouTube_bundesheer.jpg

Hier könnte man vielleicht noch ein wenig nachbessern..

Der Clip an sich ist mittelmässig schlecht. Was ja an sich nicht so schlimm wäre, wenn er nicht vom ukrainischen Clip abgeschaut wäre. Originalitätspunkte gibt es somit keine. Interessant dabei ist nur, warum der ukrainische Clip bei weitem nicht so viel Rummel erzeugen hat können.

Über die Qualität kann man hier natürlich streiten, aber erinnert man sich eins der klassischen Ziele von Social Media Maßnahmen (wie z.B. Präsenz), ist dieser Clip nicht so verkehrt. Immerhin blogge ich und andere und sogar die Huffington Post darüber. Dass der Clip wegen Sexismus wieder zurückgezogen wurde, hat die allgemeine Präsenz natürlich weiter erhöht.

So schlecht der Clip auch sein mag, das Ziel der Kampagne wurde erreicht. So dürfte das auch Johann Milonig (Bundesheer Marketing) so sehen, denn dieser wird unter anderem vom Telegraph zitiert: “Our clip is so dorky it’s brilliant”.

Allein die Google Suche nach diesem Zitat ergibt fast 30 000 Ergebnisse:

Zitat_google-1.jpg

Ob das Ganze nun als “Best Practice” gewertet werden kann sei dahingestellt, Erfolg kann man der Kampagne jedenfalls nicht absprechen…