Suchmaschinenmarkt wächst rasant

Nach Comscore’s neuester Suchmaschinen-Marktstudie wächst der Suchmaschinenmarkt weiter rasant an. Im Dezember 2009 konnten 46 % mehr Suchanfragen als im Dezember des Vorjahres verzeichnet werden!

Gemessen wird die Marktentwicklung anhand der abgegebenen Suchanfragen. Im Dezember 2009 wurden global 131 Milliarden Anfragen gemessen (Vgl. Dez 2008: 89 Milliarden). Ein Großteil dieses Kuchens wird von den USA erzeugt. Sie sind mit 17 % des Marktes also klarer Spitzenreiter. Gefolgt werden die USA von China mit 10 % Anteil – wobei ein Großteil dieser Suchanfragen von der lokalen Suchmaschine Baidu erzielt wurden (64 %). 

Ferner Westen vs. Ferner Osten

Aber nun wieder zurück zu den Wachstumswerten. In den USA, Kanada und China ist ein gebremstes Wachstum zu beobachten. So resultieren die USA auf einem Wachstum in Höhe von 22 % zum Vorjahr und in China sind die Suchanfragen gar nur um 11 % gestiegen. Als klarer Wachstumsführer ist Russland zu nennen, wo sich der Markt beinahe verdoppelt hat. Mit 92 % Wachstum wird Russland für Suchmaschinenmarketer immer interessanter. Dabei muss gesagt werden dass die russische Suchmaschine Yandex fast das gleiche Wachstum mitgemacht hat. Die Suchanfragen über Yandex sind nämlich auch 91 % gestiegen.

Europa: stark und stabil

Der Suchmaschinenmarkt wächst auch in Europa stark und mittlerweile sehr stabil. Frankreichs Suchmaschinenmarkt wächst am schnellsten mit 61 %, gefolgt von Deutschland mit 38 %. Der derzeitige Marktführer Großbritannien wächst um 35 % aber muss schön langsam um seine Spitzenposition bangen. Bleibt das Wachstum des französischen Marktes stabil wird 2010 Deutschland und auch Großbritannien überholt werden und der neue Marktführer wird somit Frankreich lauten. Man darf gespannt sein.

Riesen wachsen weiter

Der Suchmaschinen-Riese Google wächst weiterhin stark. Mit 58 % liegt Google klar über dem durchschnittlichem Wachstum und trägt viel zu dieser positiven Marktentwicklung bei. 67 % aller Suchanfragen wurden von Google erbracht, wobei zu sagen ist, dass in der Studie auch Anfragen auf Facebook oder auch Ebay einkalkuliert wurden. Man kann also weiterhin getrost auf Google setzen.