7 Tipps für richtiges Retargeting mit Google Adwords

Immer mehr Unternehmen nutzen die Möglichkeiten von Retargeting um potentielle Käufer in den eigenen Shop, oder auf eine Landingpage zurückzuholen. Fakt ist, dass 97% der Besucher einer Seite nicht beim ersten Besuch konvertieren. Deswegen ist Retargeting ein mächtiges Werkzeug um Konversionen und Umsatz zu steigern. Im Google Displaynetzwerk, über das nach eigenen Angaben etwa 83% der weltweiten Internetnutzer erreicht werden können, bietet Google (wie in unserem Blogpost zu den Targeting Möglichkeiten bereits angedeutet) seinen Kunden über Adwords Remarketing ebenfalls die Möglichkeit Banner und Textanzeigen an Website-Besucher auszuspielen.

Funktionsweise von Retargeting Aktivitäten

Prinzipiell zielen Retargeting Initiativen stets darauf ab, Website-Besucher in einer späteren Phase des Kaufprozesses erneut anzusprechen und zurück in den eigenen Webshop zu holen. Besucht eine Person die eigene Webpräsenz, wird sie mithilfe eines Retargeting-Cookies markiert um sie später identifizierbar zu machen. Surft der User daraufhin auf Seiten, welche im Google Displaynetzwerk enthalten sind, können ihm bestimmte Werbemittel angezeigt werden.

7 Tipps für richtiges Retargeting

  • Verwenden Sie unterschiedliche Remarketing-Listen! Durch die Platzierung verschiedener Remarketing-Tags können Besucher verschiedener Produktkategorien individuell angesprochen werden. Surft ein Besucher eines Angel-Shops beispielsweise auf Seiten mit Produkten zum Fliegenfischen, könnten ihm nach Verlassen des Shops spezifische Banner für diese Kategorie angezeigt werden. Darüber hinaus sollten Käufer anders angesprochen werden als Warenkorb-Abbrecher und Website-Besucher ohne Conversion-Aktivität. Demnächst soll es über Dynamic Display Ads auch möglich sein, dynamische Banner mit Produkten von besuchten Produktdetailseiten zu befüllen und im Google Netzwerk auszuspielen. Google testet dieses Feature derzeit in ausgewählten Märkten und will damit der ständig steigenden Konkurrenz durch Anbieter wie Criteo entgegenwirken.
  • Mitgliedschaftsdauer gezielt wählen! Um ein Maximum an Effizienz zu erreichen, sollte genau durchdacht werden, wie lange die Ansprache von Website-Besuchern Sinn macht. Bei Produkten, deren Kaufprozess in der Regel nur wenige Tage dauert (z.B.: Hautcremes) sollte die Laufzeit des Cookies anders gewählt werden als für komplexe Produkte, deren Recherche mehrere Wochen oder Monate in Anspruch nehmen kann (z.B.: Reisen oder Autos). Um bestimmte Besucher-Gruppen zu einem späteren Zeitpunkt erneut mit Angeboten ansprechen zu können, kann über die Verwendung eines zusätzlichen Cookies mit maximaler Laufzeit (540 Tage) nachgedacht werden.
  • Frequency Capping einsetzen! Um zu verhindern, dass sich manche Internetnutzer durch zu aufdringliche Werbung bedrängt fühlen, kann mittels Frequency Capping bestimmt werden, wie häufig (pro Tag und/oder pro Woche) die Werbemittel einem User angezeigt werden. Hier gilt es zu testen, wie sich die Limitierung der Impressionen auf die Klick- und Konversions-Raten auswirkt.
  • Textanzeigen und Banner-Kampagnen trennen! Textanzeigen und Banner differieren meist deutlich in ihren Klickraten was sich auf die Höhe des durchschnittlichen CPCs auswirkt. Damit die Gebote bestmöglich ausgesteuert werden können, sollten die Retargeting-Aktivitäten mit Textanzeigen in eigenen Kampagnen (oder Anzeigengruppen) klar von jenen mit Image-Anzeigen getrennt werden.
  • Werbemittel rotieren lassen! Bei zu häufigem Kontakt mit einem Werbemittel kann es zum sogenannten “ad burnout” kommen. Dabei wird der Banner oder die Textanzeige nach einer gewissen Anzahl von Impressionen vom Gehirn ausgeblendet und dadurch vom Nutzer nicht mehr wahrgenommen. Durch regelmäßige Adaption der verwendeten Werbemittel kann dies verhindert werden.
  • Alle verfügbaren Formate verwenden! Um das Maximum an Kontaktpunkten zu erreichen, sollten wenn möglich alle Formate von Image-Anzeigen sowie Textanzeigen verwendet werden. Nicht alle Publisher lassen Text- und Image-Formate zu.
  • Freigabeverzögerungen berücksichtigen! Besonders bei zeitlich befristeten Aktionen sollte beachtet werden, dass (besonders) Image-Anzeigen mehrere Tage in Überprüfung sein können bevor sie von Google freigegeben werden.

Fazit

Richtig eingesetzt können Retargeting-Aktivitäten ein guter Zugang sein um zusätzliches Umsatzpotential (zu vernünftigem Preis-Leistungsverhältnis) zu generieren und die Käufer-Loyalität (durch den wiederholten Kontakt mit der eigenen Marke) zu stärken. Dabei sollte vor allem berücksichtigt werden, dass unterschiedliche Remarketing-Listen verwendet werden, die Ansprachedauer und Anzahl der Impressionen bewusst gewählt werden und Freigabeverzögerungen berücksichtigt werden müssen.