SEAcamp Jena: Google Ads Performance Benchmarks und Einzigartigkeit in Google Shopping


Die SEAcamp-Reihe gehört mittlerweile seit einigen Jahren zu unseren Fixpunkten. Denn hier geht wirklich darum, zu sehen, was die Kollegen in der Branche gerade beschäftigt, woran sie tüfteln, welche Erkenntnisse sie gewonnen haben. Auch am 10. April ging es wieder für drei von uns – mit zwei Talkthemen in der Tasche – mit dem Zug nach Jena.

Die Vorstellung und das Voting zu Beginn sind immer spannend, es war wirklich eine geniale Idee, ein solches Event im Barcamp-Format zu gestalten.

SEAcamp Jena Sessionplan

Wir schafften es dann im Voting auch mit beiden Talks auf die Bühne im großen Saal und zufällig auch direkt hintereinander – von unserer Seite ungeplant, aber passend, weil Oliver auch einige von Christians Punkten wieder aufgriff.

Generell waren die SEAcamp-Themen breit gefächert, von PPC Law bis SEO&SEA Synergien. Auch einige Social-Themen (Instagram und Pinterest) waren dieses Jahr dabei. Es fällt auch auf, dass es zunehmend mehr Talks zum Thema Amazon gibt und CSS nach wie vor in aller Munde ist.

Performance Benchmarks und Insights aus mehr als 500 Accounts von Christian Scharmüller


smecie (oder auch smec’ler – danke für den Begriff an die Kollegen von adseed!) Christian präsentierte einige Analysen zum Thema Shopping vs. Search und ging dabei näher auf die Performance beider Kanäle auf Query-Ebene ein.  Abschließend widmete er sich auch einem der aktuellen Lieblingsthemen der Branche – CSS. Hier untersuchte er den Einfluss von CSS-Kampagnen auf die allgemeine Google-Shopping-Performance.

Hierzu auch der vergleichbare Talk auf der SMX München.

Vier Handlungsempfehlungen für profitorientiertes Google Shopping von Oliver Greifenstein


Olivers Talk beleuchtet das relativ neue Format Smart Shopping und stellt ihm einige Dinge gegenüber, die man mit “herkömmlichen” Google-Shopping-Kampagnen in Punkto Uniqueness erreichen kann. Ingsesamt arbeitet er 4 Punkte heraus, die Hebel für Einzigartigkeit in Google Shopping sei können.

  1. Shopping-Kampagnen nach Device aussteuern: Hier empfiehlt Oliver einen “Device Campaign Split”, bei dem drei Kampagnen erstellt werden und pro Kampagne mittels Bid Adjustments jeweils zwei Geräte mit -100% auszunehmen.
  2. Synergieeffekte zwischen Shopping & Search nutzen: Ein von uns schon öfter erwähnter Ansatz, aber umso relevanter, den Nutzen davon hervorzuheben, weil man mit Smart Shopping z.B. keinen Zugriff mehr auf Search Query Reports hat. Der Search Term als solches gibt Einblicke in die Suchintention und die Kaufwahrscheinlichkeit – diese Insights für andere Kampagnen, z.B. Text Ads zu nutzen, ist einer der wesentlichen Punkte
  3. Shopping-Traffic mit Geboten, Prioritäten und negativen Keywords lenken: Hier baut man wieder auf dem Kaufpotential von Search Queries auf. Verbinden von Queries und Bid bringt eine sehr hohe Kontrolle – denn je genauer und produktrelevanter die Suchanfrage, desto höher die Conversion-Wahrscheinlichkeit. Um Gebote dann mit dem Suchanfragenpotential matchen zu können, müssen unterschiedliche Kampagnenprioritäten, negative Keywords und Gebote gesetzt werden. (An dieser Stelle Props an Branchenkollegen & Great Day 2017 Speaker Martin Röttgerding für den Ansatz des Explicit Query Sculpting). Etwa werden bei einem Brand Search Term dann die genauen Produktbezeichnungen als negative Keywords eingebucht.
  4. Business-spezifische Daten fürs Bidding nutzen: Oliver stellt den Ansatz mittels Custom Labels vor, mit denen man businessrelevante Infos zu beispielsweise Wettbewerbern, Lagerbestand, Rücklaufquote etc. mittels Datenfeedanreicherung in die Gebotsauktion geben kann. Ein Beispiel dafür wäre etwa der Preisrang eines Items im Absatzland, wofür es diverse Tools gibt, die diese Information zur Verfügung stellen.

Hier gibt es die Möglichkeit, Olivers gesamten Talk auf Video zu sehen:


Grundsätzlich können wir uns beim Fazit anderen Recaps anschließen: Wir würden uns freuen, wenn beim nächsten Mal wieder mehr Vorträge auf Expertenlevel dabei wären. Wir sind aber jedenfalls beim nächsten SEAcamp (Hannover im Herbst) dabei, es ist auch immer wieder bereichernd, bekannte Gesicher wiederzusehen.