Keyword-Advertising auf Basis semantischer Technologie

Die Nutzung des Longtails stellt einige Herausforderungen für E-Commerce-Unternehmer. Jedoch gibt es Möglichkeiten den Longtail profitabel zu bearbeiten!

Thorsten Eder hat vor einigen Tagen in seinem Blog einen Artikel über die Bearbeitung des Long-Tails mittels Search Engine Optimisation (SEO) – genauer gesagt latent semantischer Optimierung – verfasst.

Wie er eingangs in seinem Artikel erwähnt hat, ist SEO eine von zwei primären Herangehensweisen um den Longtail systematisch zu bewerben. Die zweite, nicht besprochene, Herangehensweise betrifft Keyword-Advertising (oder auch Search Engine Advertising genannt), bei dem Suchbegriffe gegen Bezahlung platziert und Kunden (Suchmaschinenbenutzer) mit relevanten Angeboten bedient werden.

Dieser zweiten Herangehensweise will ich mich nun kurz widmen und einige Informationen liefern, mit denen der Longtail per SEA effizient genutzt werden kann.

Das grundsätzliche Problem der vollen Nutzung des Longtails liegt in seiner Kosten-Nutzen-Relation. Die Aufwände pro beworbenes Produkt übersteigen mit abnehmender Verkaufshäufigkeit die erzielten Erträge pro Produkt. Somit bleibt vielen Anbietern nur die Möglichkeit ausschließlich jene Produkte zu bewerben, die genügend Absatz liefern können um den Aufwand zu rechtfertigen – sprich einen positiven ROI erzeugen.  Dies betrifft dann zumeist nur jene 20 % der Produkte, die am meisten Umsatz liefern. Die restlichen 80 % werden aufgrund der dürftigen Kosten-Nutzen-Relation vernachlässigt.

Um nun das Potential des Longtails profitabel nutzen zu können ist es notwendig eine sehr kosteneffiziente Vorgehensweise zu verwenden. Dies kann beispielsweise mit Automatisierung erreicht werden!

Ein Ansatz dafür ist die automatisierte Generierung von Searchengine-Advertising-Kampagnen auf Basis von Produktdaten. Hierbei werden ausgehend von den Produktdaten Keywords gefunden, semantisch erweitert und mit Keywords aus Wörterbüchern ergänzt.  Dies ist aber nur eine Quelle für profitable Long-Tail Keywords.

Basierend auf Ähnlichkeitsalgorithmen kann jegliche Datenquelle als Keywordlieferant dienen und Keywords automatisiert zugeteilt werden. Dies umfasst beispielsweise Google Analytics Keyword-Reports, Keywords aus der On-Site-Suche und Googleservices, wie dem Search Query Report oder die neu ausgerollten „Werbechancen“.

Kombiniert mit gefinkelten Optimierungsregeln werden somit langfristig profitable Longtail-Keywords gefunden und mit idealen Geboten versehen. Nicht perfomante Keywords werden schnell automatisiert erkannt und nach kurzer Zeit selbstständig entfernt.

Um an Thomas Eders Beispiel anzuknüpfen könnte eine solche Keyword-Erweiterung folgend aussehen:

Ausgangskeyword ist Playstation 3. Dazu können Synonyme, Hypernyme und passende, von Benutzer generierte Suchbegriffe (On-Site Search, Keywordreports) hinzugefügt werden.

Die Keywordliste könnte folgend aussehen:

Playstation 3, PS 3, PS3, Playstation PS3, PS3 Playstaion, Sony Playstation 3, Playstation 3 Konsole, Play Station 3, Sony Playstation, Playstation Spielekonsole, Playstation Spiele Konsole, Spielkonsole Playstation 3, Playstation 3 kaufen, Playstation 3 shop, Etc.

Fazit:

Um den vollen Longtail mit SEA unterstützen zu können, ist es notwendig effiziente Vorgehensweisen zu wählen. Durch automatisierbare Konzepte können Stückkosten (Werbekosten pro Verkauf) niedrig gehalten und damit die Basis für eine profitable Longtail-Kampagne gelegt werden. Darauf aufbauend kann der Benutzer nach einem Klick einer Anzeige auf Basis seiner Suchanfrage zu dem relevantesten Produkt geführt werden.