Corona-Krise im Online-Handel: Diese Branchen profitieren davon

Geschäfte schließen, die Arbeitslosenzahlen steigen oder kurz: die Wirtschaft schrumpft. Und das spürt auch der Online-Handel, der sich jedoch als Gewinner der Corona-Krise abzeichnen könnte. Nichtsdestotrotz herrscht auch hier jede Menge Unsicherheit und daher braucht es schon jetzt ausgeklügelte, neue Strategien für eine bestmögliche Positionierung danach.

Seit rund drei Wochen sind die staatlichen Restriktionen im Hinblick auf die Schließung von vielen Geschäften im Handel recht deutlich spürbar. Dabei könnte man meinen, dass gerade jetzt viele Kunden auf Online-Shopping vertrauen, schließlich bekommt man hier noch (fast) alle Produkte – auch Elektronik, Unterhaltung und Co. Dass dieser Schluss trügt, ist der insgesamt schrumpfenden Wirtschaftsleistung geschuldet – es ist weniger Geld im Umlauf. Hinzu kommt, dass wir alle in den nächsten Monaten keine großen Käufe tätigen werden angesichts der allseits herrschenden Unklarheit, wie es weitergeht. Oder planen Sie gerade Ihren Sommerurlaub, Ihr Gartenfest oder den Kauf eines Autos? Moment.

Bei einigen Produkten werden derzeit immense Steigerungsraten im Online-Geschäft verzeichnet – konkret bei Spielzeug & Babyartikel, Autoersatzteilen und Tierprodukten. Was die Kategorie Kinder betrifft, überraschen die Zuwächse wohl kaum, da wir alle mehr Zeit zuhause verbringen und sich daraus eine größere Nachfrage für den Haushalt ergibt. Enorme Einbußen gibt es hingegen im Hinblick auf Ticketing & Events, da diese derzeit nicht stattfinden dürfen. Aber auch Finanzdienstleistungen und Versicherungen, Job- und Preisvergleichsplattformen sowie Bildung und wissenschaftliche Studien gehören zu den großen Verlierern im Online-Bereich, was sich an den Ausgaben für Paid-Search-Werbeanzeigen ablesen lässt – konkret: am Ad Spend in Google Ads (Europa).

Auf den ersten Blick überraschend sind die stabilen Werbeausgaben im Paid-Search-Bereich für Pharmazieprodukte, was aber vor allem daran liegt, dass die Mittel und Helferchen aus der Apotheke über eine starke organische Nachfrage verfügen. Im Gegensatz hierzu stehen die bezahlten Werbeanzeigen auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinengiganten Google und Microsoft. Denn den Daten zufolge konnten Online-Apotheken die Zeit hervorragend für zusätzliche Verkäufe ohne bezahlte Anzeigen nutzen.

Datenquelle: smec Market Observer

Der smec Market Observer ist unser Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Geschehnisse im Zusammenhang mit COVID-19 und der daraus entstandenen Unsicherheit für Online-Händler und Wirtschaftstreibende. Seit 2. April 2020 ist diese verlässliche Datenquelle online und frei zugänglich verfügbar unter diesem Link.

Mit dem smec Market Observer können Online-Retailer, Paid-Search-Experten und Medienpartner die wichtigsten Kennzahlen für Werbeplatzierungen auf den großen Suchergebnisseiten im Auge behalten. Im Detail zeigt der smec Market Observer den Ad Spend in Google Ads (Europa) nach Branchen gelistet (weitere Kennzahlen folgen bald) sowie WoW-, YoY-Klicks, die entsprechenden CPC (cost-per-click) und einige weitere KPIs von Microsoft Advertising in Deutschland und Großbritannien. 

Dank dieser Insights können Aussagen über die Entwicklung des Online-Handels getroffen und verkaufsfördernde Strategien im SEA- bzw. PPC-Bereich adaptiert werden. Aber auch Journalisten und Medienpartnern gewährt smec – Smarter Ecommerce hier tiefe Einblicke und stellt aussagekräftige Indikatoren zur Analyse der Entwicklungen im Online-Handel zur Verfügung – mit regelmäßigen Updates und Analysen von erfahrenen Experten.