Einfach einbinden: Tracking-Codes in WordPress und TYPO3

Die Messung von Kennzahlen gehört inzwischen zu den wichtigsten zentralen Aufgaben jedes Online-Marketing-Managers. Eine Übersicht über Verkäufe, Klicks und sonstige Informationen die Kunden betreffend hilft dabei, Kampagnen besser auszusteuern, Klickpreise anzupassen und natürlich auch Optimierungen für Landing-Pages vorzunehmen.

Um derartige KPIs messen zu können, muss meist ein sogenannter Tracking-Code bzw. ein Snippet auf der jeweiligen Webadresse eingebunden werden. Diese Einbindung eines Codes sollte prinzipiell kein Problem sein, zumindest für Web-Programmierer. In jedem Fall wollen wir hier einen kurzen Einblick geben, wie das in beliebten Content-Management-Systemen (CMS) wie WordPress und TYPO3 umgesetzt werden sollte.

Tracking: vom Snippet zum Code

Es gibt verschiedene Abkürzungen bzw. Synonyme wie Pixel, Tracking-Snippet, Snippet, “Schnipsel”, Tracking-Code und noch einige mehr. Meist handelt sich dabei um einen JavaScript- oder HTML-Code, der im Backend der jeweiligen Webpräsenz eingefügt werden soll.

Tag Manager Tracking Code/Snippet/Pixel

Content-Management-Systeme

Ein Content-Management-System ist ein Ort zur Verwaltung digitaler Inhalte. Allgemein gibt es am Markt unzählige CMS. Neben Drupal, Joomla, Wix oder auch Shopanbieter-CMS wie Shopify, Shopware, Salesforce etc. zählen vor allem WordPress und TYPO3 zu den am meist verwendeten Systemen weltweit. Bei diesen funktioniert die Einbindung von Tracking-Codes ähnlich und ist relativ unkompliziert. Ein technisches Grundverständnis hilft aber natürlich – und zwar nicht nur in der Kommunikation mit einem Programmierer.

Tracking-Codes in WordPress einbinden

Das Internet besteht mittlerweile in etwa zu 30 % aus Websites, die über WordPress verwaltet werden; inzwischen ist dieses freie CMS schon seit 2003 am Markt. Daher gibt es auch eine dementsprechend große Community und, damit einhergehend, viele Plug-Ins, die in WordPress installiert werden können. Obwohl es als Blog-System bekannt wurde, sorgte eine stetige Weiterentwicklung dafür, dass es jetzt auch für große Webprojekte eingesetzt wird.

Je nach Code (Tag Manager Snippet, Global site tag -gtag.js- Snippet, Facebook-Tracking, E-Commerce-Tracking-Code etc.) gibt es verschiedene Lösungen, aber auch verschiedene Varianten, diesen Code auf einer WordPress-Seite einzubauen, z. B. durch den manuellen Code-Einbau in die header.php des Themes.

Der einfachste Weg jedoch, einen Tracking Code zu implementieren, ist ganz sicher über ein Plug-in – hier haben sich Insert Header and Footer seit Jahren bewährt. Mit diesem Plug-in kann man den Code sowohl im Header als auch im Footer platzieren, wobei die meisten Codes im Header implementiert werden, der Tag Manager hingegen im Footer. Genau dafür eignen sich Plug-ins perfekt.

Übersicht WordPress-Plug-ins
Übersicht WordPress-Plug-in “Insert Header and Footers”

Weitere WordPress-Plug-ins & Möglichkeiten: 

Tracking-Codes in TYPO3 einbinden

Seit 2001 wird das frei zugängliche System TYPO3 hauptsächlich für die Erstellung und Verwaltung von komplexen Enterprise-Websites verwendet. Wie WordPress basiert TYPO3 auf der Programmiersprache PHP, wodurch das System vor allem für Entwickler interessant wird. Auch hier gibt es eine große Community und ebenso die Möglichkeit, Plug-Ins einzubinden bzw. sorgen sogenannte Extensions dafür, dieses CMS auch für “Nicht-Programmierer” zugänglicher zu machen. Mehr Infos zu Extensions finden Sie hier.

Der Extension Manager befindet sich in TYPO3 im linken Menü im Abschnitt Adminwerkzeuge. In diesem Bereich werden Erweiterungen installiert und deinstalliert bzw. Erweiterungen aus dem sogenannten Extension Respository heruntergeladen und im zentralen Ablageort für Erweiterungen abgelegt.

Beispiel TYPO3 Backend Extensions “Plug-in”-Erweiterung

Implementierung direkt im Template

Im Backend von TYPO3 gelangt man über den Punkt Templates im linken Seitenmenü in das Root-Template. Hier auf die “Weltkugel”-Startseite klicken und rechts im Dropdown am oberen Ende der Seite Info/Modify auswählen. Als letzten Schritt einfach auf Setup klicken und schon ist man im Haupt-Template.

Implementierung von Codes im TYPO3-Template

Der Code wird in diesem Template eingefügt, wobei die erste Zeile die Daten für den Header deklarieren soll – auf der Position 9999 als Text. Die zweite Zeile gibt dem deklarierten Text-Datensatz den Wert mit dem Code. Quelle: https://www.analytics-sem-tutorials.de/content-management-system/typo-3-cms/analytics-oder-den-tag-manager-in-typo-3-implementieren

Anschließend sollte man keinesfalls darauf vergessen, alles zu speichern (Save selbstverständlich) und schon ist der Code implementiert.

Copy&Paste eines Codes im TYPO3-Template

An dieser Stelle kann natürlich auch der Tag-Manager-Code implementiert werden:

Im Anschluss kann der Code mit dem Google Tag Assistant oder der Console in Google Chrome final getestet werden.

Bitte beachten: Vor dem Test im Tag Manager einfach einen leeren Container Veröffentlichen – so bekommt man keine 404er Meldung oder Ähnliches!

Tag Manager Submit

Bei Interesse finden Sie hier noch weitere Links zu nützlichen TYPO3-Extensions:

Weitere Content-Management-Systeme

Neben WordPress und TYPO3 gibt es noch unzählige weitere Systeme, die denselben Zweck erfüllen. Die Einbindung funktioniert hier relativ ähnlich, in Shopware installiert man zum Beispiel ein Plug-In, gibt die Google Analytics-ID ein und schon kann man Daten umfangreich messen. Hier ein gutes Plug-in für Shopware.

Auch Magento bietet über die Standardkonfiguration die Möglichkeit, Google Analytics unkompliziert einzubinden. Hierzu wird Google Analytics einfach aktiviert und die Kontonummer eingetragen. Weiters gibt es über den Magento Marketplace ebenso Extensions, mit denen weitere Codes eingebunden werden können. Mehr Infos dazu sind hier abrufbar.

Magento-Einbindung
Quelle: https://www.mxp.de/google-analytics-tracking-in-magento2

Man sieht also recht deutlich, dass eine Einbindung von Tracking-Codes nicht allzu große Schwierigkeiten darstellt, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet. Selbstverständlich müssen aber alle rechtlichen Gegebenheiten eingehalten werden. Hier empfiehlt es sich natürlich, sich mit der DSGVO auseinanderzusetzen.

Ansonsten steht dem umfangreichen Einbinden von Tracking-Codes nichts mehr im Weg. Gutes Gelingen!