Google und Apple – Cookie und Code Anpassungen für Safari Browser-Tracking

Vor kurzem hat uns direkt von Google die Info erreicht, dass es eine Erneuerung im Tracking Code bzw. im Cookie Handling des Google Analytics/AdWords Pixels gibt.

Es geht hier darum, dass durch einen neuen, zusätzlichen (first-party) Cookie User getrackt werden, die einen Safari Browser verwenden und die ansonsten nicht mehr erkannnt werden würden. Hintergrund ist jener, dass Apple aufgrund der Privatsphäre seiner Safari User unter dem Synonym Intelligent Tracking Prevention kein „normales“ Tracking für AdWords Kampagnen mehr zulässt. Hier werden 3rd-party Cookies, welche AdWords bis dato in Verwendung hatte, nur mehr beschränkt zugelassen.
Weitere Infos hier.

Dies bedeutet dass Apple in Safari einen intelligenten Trackingschutz einführt, um User vor unnötiger Werbung bzw. Werbungs-Verfolgung zu schützen. Vor allem im Nordamerika sind 50% aller Mobile-User mit dem Safari Browser unterwegs – daher ist es vor allem hier wichtig, diese Punkte zu beachten. Inwiefern mögliche Einbußen bei den Conversions drohen, lässt sich mit einer Analyse der verwendeten Browser auf der eigenen Homepage erfassen. Mit dem Herbstupdate werden hier Schritt für Schritt die Safari Browser um die Intelligent Ad Prevention erweitert.

Um hier die Richtlinien von Apple einzuhalten, hat Google das eigene Tracking modifiziert. Folglich werden die relevanten Informationen in einem Cookie gesetzt, welches sich auf dem Hostname der Zielseite befindet. Mittels Integration von Google Analytics ist es mit diesem Workaround weiterhin möglich, über einen längeren Zeitraum Conversions zu erfassen. Mit der alten Tracking-Methode wäre hier längstens ein Zeitraum von 24 Stunden nach dem Klick erfasst und alle Conversions nach diesem Zeitraum wären folglich seitens Google “modelliert” worden.

Was kann man dagegen tun?

    • Wenn Google Analytics und AdWords verbunden sind, muss man gar nichts tun – die Änderungen für Google Analytics passieren automatisch. Weiters muss Autotagging im AdWords Account aktiviert sein.
    • Wenn die Accounts nicht verbunden sind, dann ist lediglich die Erfassung von Conversions innerhalb eines Zeitfensters von 24 Stunden möglich – ansonsten berechnet sich AdWords aufgrund diverser Algorithmen und Gegebenheiten die Conversions aus dem Safari Browser selbst. Eine Verbindung zwischen den Systemen ist aber auf jeden Fall zu empfehlen!

Es gibt auch die Möglichkeit, sich die Anzahl der Safari Browser User in Google Analytics anzusehen. Dazu einfach in der jeweiligen Ansicht auf “Zielgruppe” – “Technologie” und “Browser- und Betriebssysteme” klicken. Hier kann man anschließend die jeweiligen User einsehen.

Auswertung in Google Analytics für Apple-Safari
Abbildung: Safari-Browser Auswertung in Google Analytics