Daten grafisch darstellen: Praktische Tools für den PPC-Alltag

 

Der tägliche Kampf von PPC-Managern mit Performance-Analysen ist mehr als real: Kampagnen regelmäßig auf deren Leistung zu prüfen und Übersichten oder Grafiken zu erstellen, welche Metriken wie Kosten, Conversions, Klicks und den ROAS anschaulich darstellen, ist ganz klar eine Herausforderung. Vor allem schleicht sich viel zu leicht ein falsches Gefühl der Sicherheit ein: Oft sind die Zahlen viel zu schön, um wahr zu sein. Dennoch wird oft nicht genauer hingesehen und zum nächsten Punkt auf der Tagesordnung übergegangen — verständlich, schließlich umfasst Ihr Aufgabengebiet ja mehr als nur Datenblätter so ‘hinzubiegen’, dass sie für jeden verständlich und zufriedenstellend sind.

In unserem Artikel befassen wir uns daher mit den vielfältigen Möglichkeiten, die Performance von Google-Shopping-Kampagnen über Google Ads, wie auch über unsere smec-eigene Plattform ‘Orbiter’ zu visualisieren. Welche Unterschiede es gibt und was die Optionen auszeichnet, können Sie in den folgenden Absätzen nachlesen.

 

Sie arbeiten häufig mit Orbiter? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit unserem Entwicklerteam ([email protected])

 

Daten grafisch darstellen: Über die Registerkarte “Übersicht” in Google Ads

 

Die neue Google-Ads-UI bietet viele praktische Berichtstools, wie z. B. die Registerkarte “Übersicht” (Overview Tab), über die Sie nützliche Informationen zu Ihrem Kanal oder Kampagnenleistungen in einem beliebigen Zeitraum abrufen können — und zwar mit einem direkten Link zu den Bid-Modifier-Einstellungen. Das ist ideal wenn die Performance von Ihren Zielen abweicht.

Was wir persönlich gerne verwenden, sind der Bereich ‘Gerät’ und das Auktionsdatendiagramm (Auction Insights):

 

Visualisierung_1

 

Wenn Sie gestern noch wichtige Änderungen an den Kampagnen vorgenommen haben und die Leistung von heute der von gestern gegenüberstellen möchten, bietet Ihnen der folgende Diagramm-Typ eine Übersicht ausgewählter KPIs pro Stunde.

 

Overview_Comparison_Visualisierung

 

Die gepunktete Linie dient als Vergleich und visualisiert die Performance von gestern. Denken Sie jedoch immer daran, dass die Berichterstellung in Google Ads nicht in Echtzeit ausgeführt wird und dass es zu bestimmten Stunden zu Verzögerungen kommen kann. Dennoch können solche Diagramme einen wichtigen Hinweis darauf geben, ob Ihre Anpassungen erfolgreich waren.

Google-Ads-Visualisierungen sind leider nur auf Channel- oder Kampagnenebene verfügbar. So können Sie z.B. die Google-Shopping-Performance grafisch darstellen, bei detaillierteren Datensätzen empfiehlt sich jedoch der Einsatz von vordefinierten Berichten für Marken, Produkttypen (1-5), Custom Labels (0-4), oder Produkt-IDs. Das Resultat? Viele, viele nützliche Zahlen. Im Vergleich zu den Diagrammen in der Übersicht, sind diese Zahlenmengen jedoch schwieriger zu interpretieren und zu verstehen — vor allem für Personen im Unternehmen, für die die Analyse von Zahlen nichts Alltägliches ist. Softwarelösungen von Drittanbietern können Ihnen hier einen empfindlichen Vorteil verschaffen.

 

Daten grafisch darstellen: Mit Orbiter

 

Wir haben Orbiter entwickelt, um Online-Marketing-Managern dabei zu helfen, die Leistung von granularen Kampagnen-Entitäten zu visualisieren und besser zu verstehen. Die Google-Shopping-Performance von Marken und Produkttypen kann so in der Form von Heatmaps oder Kacheldiagrammen (Tree Maps) dargestellt werden.

 

Visualisierung: Heatmaps

Unsere Heatmaps sind speziell für die Darstellung von saisonalen Effekten und Trends ausgelegt.

 

Orbiter_Seasonal_Heatmap_Visualisierung

 

Unsere Best-Practices hierfür sind:

  • Data Source (Datenquelle): ‘Conversions by Category’ oder ‘Conversions by Brand’*
  • Year (Jahr): Wählen Sie hier am besten das Vorjahr aus
  • Color Mapping (Farbzuordnung): ‘Per Row’ (Pro Zeile)**

 

In unserem Beispiel eines DYI-Shops ist es offensichtlich, dass die Kategorie ‘Bad & Küche’ am Jahresende beliebter ist, während Produkte in der Kategorie ‘Gartencenter’ eher im Frühjahr und Anfang Sommer konvertieren. Das Online-Marketing-Team des Shops kann diese Informationen nützen, um Budgets zu planen und Gebotsanpassungen vorzunehmen.

 

* Hängt von Ihren Prioritäten und der Datenstruktur des Feeds ab

** Diese Einstellung zeigt den Trend jeder Kategorie / Marke im Verlauf eines ganzen Jahres. Das Rechteck mit dem dunkelsten Grün finden Sie in jener Woche (KW-Zahlen über den Spalten beachten) mit der höchsten Anzahl an Conversions für diese bestimmte Kategorie / Marke (Zeile) vor.

 

Visualisierung: Tree Maps

Im Vergleich zu Heatmaps, kann die Shopping-Treemap dabei helfen einen Blick hinter die Kulissen von einzelnen Marken und Produkttypen (Level 1) zu werfen: Je grüner das Rechteck, desto höher ist der ROAS des jeweiligen Segments. Achtung: Orange-Gelb mag für das menschliche Auge eher negativ erscheinen, stellt jedoch immer noch einen ‘gesunden’ Bereich dar.

Besonders bewährt hat es sich einen Screenshot der Daten der letzten 14 Tage neben einen jener Daten des Vergleichszeitraums zu platzieren (z.B. die letzten 14 Tage davor) und dann auszuwerten, ob die Rechtecke roter oder grüner werden.

OrbiterOnScreen_Visualisierung

In unserem Beispiel (siehe Bild) war die Leistung nach 4 Wochen (rechter Screenshot) deutlich effizienter geworden: Die großen Rechtecke sind deutlich grüner als zuvor. Für Whoop! Nutzer liefert dieser Vergleich essentiellen Input für die Optimierung von ‘Advanced Bid Strategies’ — also für jene Gebotsstrategien, die für einzelne Marken, Produkttypen, Produkte etc. gesetzt werden können. Segmente mit guter Performance (grüne Quadrate) können z.B. mit einem höheren Aggressivitätsfaktor gepusht werden und Segmente mit schlechter Leistung (rote Quadrate) mit einem eher konservativen Gebotsverhalten belegt werden. So können Sie einen aktiven Beitrag zur positiven Entwicklung der Rendite (ROAS) leisten.

 

Hinweis: Sie arbeiten nicht nur mit Google Shopping, sondern auch mit Text Ads? Kein Problem: Orbiters verfügt neben den genannten Visualisierungen auch über ein Heatmap- und Tree-Map-Feature für Textanzeigen. Zudem bietet das "Keyword Waffle Chart" Einblicke in die Performance (Qualitätsfaktor, Impressionen, Conversions und Klicks) Ihrer Keywords.

 

Analyse mit wenigen Klicks starten

 

Wie unsere Produkte Whoop! und AdEngine, ist Orbiter über smarter-ecommerce.com aufrufbar. Gehen Sie zur Registerkarte ‘Produkte’, wählen Sie ‘Orbiter’ aus und klicken Sie im Anschluss auf den Button ‘Launch Orbiter’. Verbinden Sie sich nun Obiter mit Ihrem Google-Ads-Konto und schon geht’s los.

 

Wir wünschen spannende Einblicke und viel Erfolg!

 

Credits: Mayela Nunez (Co-Author), Karin Schallauer (Translation)