Nachdem die Werbemöglichkeiten immer vielfältiger werden und die „klassische“ Customer Journey in den meisten Fällen mehrere Ausgangspunkte, Banner, Text-Anzeigen usw. beinhaltet, ist es nach wie vor unerlässlich, diese korrekt und Plattform-übergreifend zu messen. Neben unzähligen Tracking Tools und Tracking-Möglichkeiten, ist das Messen mit sogenannten UTM Parametern wohl die beste und effektivste Möglichkeit.

Wir wollen in diesem Artikel die Möglichkeit zeigen, diese UTM Parameter schnell und effektiv auszuwerten.

Bei einem UTM Tracking werden an die jeweilige (Ziel) URL des Werbemediums spezielle Parameter angehängt, mit welchen Google Analytics dann die dementsprechenden Domain-Zugriffe und Kampagnen-Clicks erkennt. Klickt also ein User auf eine Anzeige, welche einen UTM Link hinterlegt hat, wird diese Interaktion in GA erfasst. Dadurch ist kampagnenspezifisches Tracking möglich und man kann so die Effektivität einer Werbekampagne sehr genau analysieren, vor allem wenn z.B. Banner auf facebook, Instagram und im Google Display Netzwerk geschalte werden.

In Analytics werden diese Kennzahlen dann unter dem Punkt Akquisition –> Kampagnen angezeigt.

Diese Vorgehensweise gibt es auch für andere Web-Tracking Plattformen wie Webtrekk. Hier ist der Aufbau bzw. die Vorgehensweise ähnlich, es werden allerdings die Parameter anders benannt wie z.B. WT.mc_t=newsletter. Ein gesamter Track-Link für Webtrekk inkl. Google UTM-Parameter würde beispielsweise so aussehen:

http://www.moebel.at/badezimmer/moebel/B3- 73234.html?wt_mc=at_moebel.e-mail_intern.badezimmeraktio _kw30.e-mail.editoral_text..&utm_source=e- mail&utm_medium=e-mail_intern&utm_campaign=moebelaktion_kw30&utm_content=editoral_text

Ein Fragezeichen „?“ signalisiert, dass die eigentliche URL endet und der Tracking Code beginnt. Die einzelnen Parameter werden mit einem „&“ getrennt, wobei hier z.B. auch ein Semikolon „;“ eine Trennung bedeuten würde.
Wie man die einzelnen Parameter nennt, ist jedem selbst überlassen, sie sollten nur eindeutige und wieder erkennbare Bezeichnungen haben.

Anbei ein Beispiel, wie man Links aus NL benennen bzw. aufteilen könnte:

Website-URL: Ziel URL auf die man den Besucher schicken möchte.

  • Website-URL: Ziel URL, auf welche man den Besucher schicken möchte.
  • Kampagnen-Quelle: Woher kommt der Traffic? Hier kann man zum Beispiel Quellen wie Newsletter+Monat, Facebook oder Blog-Artikel hinterlegen.
  • Kampagnen-Medium: Über welches Medium kommen die Besucher? Das könnten zum Beispiel ein Banner, Empfehlungs-Link oder Blogartikel sein.
  • Kampagnen-Name: Welchen Namen gibt man der Kampagne?

Eine Möglichkeit auf Source-Ebene (utm_source), wären z.B. Newsletter-Arten global voneinander zu unterscheiden (z.B. Möbel-Newsletter, , Schnäppchen-Newsletter, Stammkunden-Newsletter etc.).
Als Medium (utm_medium) kann dann das Medium, also z.B. „E-Mail“ definiert werden. Utm_campaign stellt dann die einzelne Kampagne dar (z.B. „kw14_badezimmer_zubehör“). Für die einzelnen Banner kann dann Content-Inhalt (utm_content) definiert werden. Hierbei sollte jeder Banner bzw. jeder Link aus einem Blog heraus einzeln getaggt werden.

Beispiel generierter Link:

„utm_source=moebel_newsletter&utm_medium=EMail&utm_campaign=kw14_badezimmer_zubehör &utm_content=header_grafik“

Kampagnenquelle, Kampagnenmedium und Kampagnenname müssen stets angegeben werden. Wenn diese erforderlichen Informationen im Tool hinterlegt sind und man auf den Button „URL erstellen“ klickt, erhält man im Anschluss die fertige URL für die Kampagne. Diese wird anschließend in den NL eingefügt, einer Agentur übergeben, in facebook ergänzt etc. Wenn man diese URL aufruft, dann werden alle verwendeten Parameter sichtbar, das heißt die Namen dafür sollten sorgsam gewählt werden.

Aktueller Link zur UTM Erstellung:
https://ga-dev-tools.appspot.com/campaign-url-builder/
Hier werden die einzelnen Punkte auch nochmal genau erklärt.

Allgemein gibt es zu dem Thema UTM schon relativ viele gute Blog-Artikel, deswegen wollen wir hier nicht viel mehr in die Tiefe gehen.
Was jedoch eine schnelle und regelmäßige Auswertung der UTMs vereinfachen kann, ist das Erstellen eines personalisierten Berichtes in Google Analytics.
Dies klingt komplizierter als es eigentlich ist, nach 2 -3 Schritten ist man hier am Ziel.

In Google Analytics finden sie die benutzerdefinierten Berichte unter dem Punkt „ANPASSUNG“:

UTM Parameter erstellen

Hier klicken Sie auf „+Neuer benutzerdefinierter Bericht“. Anschließend können Sie einen Bericht erstellen.

UTM 2

Welche Messwert-Kennzahlen ausgewählt werden, ist frei wählbar. Die Dimensions-Aufschlüsselung nach Medium, Quelle etc. ebenso (medium, source etc.).

Wichtig ist in jedem Fall der Filter. Hier wählt man den jeweiligen UTM Parameter aus und filtert auf dessen Benennung. Hier ist es dann – wie oben schon erwähnt – sehr wichtig, klare und strukturierte Benennungen zu vergeben, um die Kampagnen so jederzeit wieder identifizieren zu können.

Wenn Sie also z.B. den Medium Parameter „newsletter_23_12_2016“ benannt haben, wird hier der Filter mit „newsletter_23_12_2016“ gesetzt.

Anschließend auf „speichern“ drücken und voilá, der Bericht ist erstellt.

Beispiel Auswertung

Beispiel UTM Berichts-Auswertung

Diese Benutzerdefinierten Berichte kann man sich anschließend auch per Mail, pdf Download etc. zuschicken.

Diese Benutzerdefinierten Berichte kann man sich anschließend auch per Mail, pdf Download etc. zuschicken.

Kleine Info am Rande: Es kann bis zu 24 Stunden dauern bis der Traffic aus UTM Links in Google Analytics angezeigt wird.

Außerdem sollten die Datenschutzrichtlinien von Google beachtet werden:
„Google Analytics-Nutzer dürfen keine personenbezogenen Informationen als Parameter für das Kampagnen-Tracking verwenden. Als personenbezogene Informationen gelten alle Daten, die von Google dazu verwendet werden können, eine Person zu identifizieren. Dazu gehören unter anderem Namen, E-Mail-Adressen und Zahlungsinformationen.“

Weiters ist zu beachten, dass in manchen Fällen kein UTM Parameter angehängt werden sollte. In einem AdWords Account wird z.B. automatisch eine ID an das jeweilige Werbemittel bzw. an die Anzeigen angehängt (gclid). Wenn hier zusätzlich noch ein UTM Parameter angehängt wird, kann dies zu Problemen führen, vor allem in Google Analytics. Für Webtrekk und anderen Web-Analyse Tools gibt es hier auch eigene spezielle Lösungen, wie man seinen AdWords Account mit dem jeweiligen Tool verbinden kann ohne dabei UTM Parameter zu verwenden.

Allgemein kann man sagen, dass UTM Parameter in jedem Fall für Auswertungen aller Art extrem wichtig sind. Solange es keine eigenen speziellen Lösungen gibt wie z.B. bei AdWords die automatisch angehängte click-id, sollte jedes Werbemittel, egal ob Banner, Verlinkungen im Text oder sonstige Werbemaßnahmen, mit einer Tracking URL verlinkt sein, um Kampagnen genau messen zu können.

Nicht nur Amerikaner, sondern die ganze Welt war vom Wahlausgang der 2016er presidential elections der United States überrascht. Leider kursierten immer wieder Gerüchte über Bots, welche im Zuge des doch sehr „schmutzigen“ Wahlkampfes Social Media Kanäle, Zeitungen usw. mit falschen Meldungen überfluteten.

Wir wollen an dieser Stelle keine Verschwörungstheorien aufkommen lassen – Fakt ist jedoch, dass sich diverse Probleme in vielen Google Analytics Konten ergeben haben. Es ist zwar nichts gröberes, aber einige Kunden haben bzw. hatten in diversen Auswertungen wie „Sprache“ oder „Referrer“ die Quelle „Secret.ɢoogle.com You are invited! Enter only with this ticket URL. Copy it. Vote for Trump!“.

Screenshot

Screenshot einer der „Vote Trump“ Spam URL in Google Analyitcs.

Hier ist es einigen Spammern gelungen, die URL ɢoogle.com zu registrieren. Es wird versucht, Besucher auf Spam-Seiten zu locken. Diese beinhalten u.a. folgende Adressen:

money.get.away.get.a.good.job.with.more.pay.and.you.are.okay. money.it.is.a.gas.grab.that.cash.with.both.hands.and.make.a.stash. new.car.caviar.four.star.daydream.think. i.ll.buy.me.a.football.team.money. get.back.i.am.alright.jack.ilovevitaly.com

Bitte die URLs auf keinen Fall besuchen. Es sollte zwar nichts passieren, aber dennoch ist es besser das Problem zu umgehen und hier Filter einzustellen, damit diese Spam-Link-Adressen nicht mehr auftauchen.

Ähnliches passierte auch mit dem Verweis-Spam „Vitaly rules google ☆*:。゜゚・*ヽ(^ᴗ^)ノ*・゜゚。:“ usw. Hier wurde über die Domain blackhatworld.com Spam in Analytics verteilt. Das sind auch keine wirklichen Besuche, sondern nur ein Anpingen der Analytics Property. Was heißt das? Um die Erreichbarkeit und den Weg zwischen verschiedenen Rechnern zu testen, gibt es das sogenannte „pingen“. Einem Rechner kann ein „ping“ geschickt werden, um zu testen, ob das Netzwerkgerät oder der Rechner läuft und erreichbar ist. Es dürften hier auch noch weitere Spam-Verweise im Umlauf sein, teilweise mit russischen Adressen, die Thematik ist aber meistens die selbe.

All dies ist aber kein Grund zur Panik: Unter anderem hat Anubhav Tiwari von Niswey eine sehr gute Anleitung geschrieben, wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann:

Neuen Filter erstellen in GA

„Vitaly rules…“ – Eine weitere „Problem URL“ in der „Sprache“ Übersicht in Google Analyitcs.

Verweise ausschließen (je nach Spam Referrer)

Unter dem Punkt „Verwaltung“ im Bereich Datenansicht einen neuen Filter erstellen.

Verweise ausschließen (je nach Spam Referrer)

Im Filter Bereich dann einfach die Verweise ausschließen (je nach Spam Referrer)

Damit ist die erste Gefahr gebannt, es kann natürlich passieren, dass hier weitere Spam-Seiten erkannt werden. Um dies zu verhindern sollte man seine Analytics Konten regelmäßig durchsehen und sofort reagieren.

Jeder der eine eigene App, Webseite oder einen Online-Shop betreibt kennt das Problem: Es läuft alles soweit rund, man hat einige Besucher, Bestellungen und auch die Vermarktungsschienen funktionieren ganz gut. Um dem Ganzen aber nochmal einen richtigen „Drive“ bzw. den letzten Schliff zu geben, müsste man nun an einigen Detail-Schrauben drehen. Um zur Erkenntnis zu gelangen, wo sich diese befinden, führt der Weg über ein Analyse-Tool wie Google Analytics nicht vorbei. Was aber, wenn man mit den Funktionen die Google Analytics bietet an die Grenzen kommt? Was tun, wenn man individuelle Klicks, eigene Customer Journeys oder ein abgebrochenes Level in einer Spiele-App analysieren will?

Hier kommt der Tag Manager ins Spiel: Von der einfachen Einbindung von vordefinierten Tags, über custom HTML und JavaScript bis hin zu komplizierten App-Tracking-Konzepten sind dem Tag Manager beinahe keine Grenzen gesetzt. Ziel ist es, die Integration von sehr komplexen Messkonzepten zu vereinfachen und damit Analysen zu ermöglichen, welche über eine „normale“ direkt im Quell-Code umgesetzte Google Analytics Einbindung nur sehr aufwendig abgebildet werden kann. Aber auch die eigentliche Einbindung von Analytics oder der Search Console (vormals Webmaster-Tool) wird durch den GTM erleichtert. Eine intuitive Oberfläche schafft schnell Vertrauen in das Tool, reduziert die Komplexität und durch das sogenannte Debugging- und Vorschau-Tool kann man seine vorgenommenen Einstellungen sogar ohne Veröffentlichung testen.

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Die reißerische Headline „Neuer Besucherrekord auf der Internet World Messe“ auf www.marketing-boerse.de zeigt, dass der Wachstumstrend im Bereich Online nach wie vor ungebrochen ist. Sowohl durch unsere persönliche Erfahrung bei unserer alltäglichen Arbeit bei smec, als auch bei vielen Gesprächen mit unseren Kunden, bemerken wir, dass das Interesse an „Online“ ungebrochen ist und dass selbst das „unscheinbarste“ und „altmodischste“ Unternehmen den Trend erkannt hat und auf Technologien der Zukunft setzt. Internet-Messen und Konferenzen haben inzwischen einen Event-Charakter, wie ein großes Fußballspiel und ziehen Top-Speaker aus der ganzen Welt an. Man kann also sagen, im digitalen Bereich geht es nach wie vor steil bergauf. Wir nehmen uns gerade deswegen kurz die Zeit unser Augenmerk auf allgemeine E-Commerce Kennzahlen zu werfen bzw. welche Trends auf uns zukommen.

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Mit dem Statement „Marketers need more insights, not more data“ kündigt Google die neue Analytics 360 Suite an, eine Marketing Analyse Plattform für Werbetreibende. Nachdem das Potential von „Big Data“ und deren Möglichkeiten in vielen Firmen schon seit längerem erkannt wurde, will Google nun die Möglichkeit bieten, dieses auch entsprechend zu nutzen.

Die Nutzung von Big Data bzw. deren Handhabung war bis dato Usern von Datenmanagement Plattformen, wie Adobe Marketing Cloud, SAP, Oracle etc. vorbehalten, bei welchen die Integration von Google Produkten wie AdWords oder DoubleClick nicht optimal ist. Google setzt sich nun das Ziel, einen Kunden „360 Grad“ betrachten zu können – das heißt, den Kunden und dessen Wünsche zu erkennen und darauf zu reagieren. Der gesamte geräteübergreifende Kaufprozess wird beleuchtet und es werden Daten geliefert, wo und wie man den Kunden am idealsten abholt. AdWords und Double Click sind optional integrierbar.

Die Analytics Suite 360 besteht aus 6 Produkten, wobei 3 davon noch in einer Beta-Phase sind. Wirklich viel Informationen zu den einzelnen Produkten und vor allem zum Zusammenspiel untereinander sind noch nicht vorhanden, Google hält sich hier noch sehr bedeckt.

  • Analytics 360 (davor Google Analytics Premium): Inkudiert nach wie vor Implementeriungs-Support, einen eigenen Account Manager sowie weitere Premium Leistungen. Laut einigen Quellen wird Google Analytics Premium auf Analytics 360 kommenden Mai umgestellt werden.
  • Tag Manager 360: Prinzipiell wie der aktuelle Tag Manager aufgebaut, allerdings soll dieser eine vereinfachte Datenerfassung und leistungsstärkere APIs besitzen, um die Datengenauigkeit zu erhöhen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Es wird allgemein eine Enterprise Version vermutet, das heißt ein erweitertes Interface und besserer Support.
  • Optimize 360: Ein „stand-alone“ A/B Testing Tool, welches aber auch Personalisierungsmöglichkeiten beinhaltet. Ein Pendant zu Optimizely oder Adobe Target.
  • Attribution 360: Das von Google aufgekaufte Adometry integriert das Unternehmen nun auch in die 360 Suite. Damit werden dem Kunden Erkenntnisse über verschiedenen Kanäle, vor allem dem Tracking von TV Spots und Offline-Kampagnen, noch genauer zu Verfügung gestellt.
  • Audience Center 360: Eine Data Management Plattform, um den Kunden genau analysieren zu können – mit Anbindungen an DoubleClick, Ad Words und auch 3rd Datenprovider.
  • Data Studio 360: Reporting und Data-Visualisierungs-Tool – formt aus allen Daten der Suite interaktive Reports und Dashboards.

Obwohl es doch einige neue Produkte sind, ist eines der wichtigsten Merkmale in jedem Fall die einfache Handhabung der Google Analytics Suite 360. Es sollen genaue Customer Journey Einsichten und brauchbare Insights geliefert werden und nicht noch mehr Daten.

Im Gegensatz zu Universal Analytics oder den Tag Manager handelt es sich um ein kostenpflichtiges Produkt. Preise sind aktuell noch nicht bekannt. Man sollte aber mit Kosten rechnen, vor allem wenn man bedenkt, dass der Preis für Analytics Premium derzeit im Bereich von 150.000 US-Dollar pro Jahr liegt. Betrachtet man jedoch die Funktionsweisen und die Möglichkeiten, die mit Big Data und genauen Insights realisierbar sind, dann sollte man sich Gedanken über eine Integration machen.